Pfarrkirche St. Peter und Paul: Ökumenischer Gottesdienst im Rahmen des Eschweiler Music Festivals

Pfarrkirche St. Peter und Paul : Ökumenischer Gottesdienst im Rahmen des Eschweiler Music Festivals

„Doch warum beten, feiern, singen wir nicht gemeinsam?", stellte die Musikgruppe der Freien evangelischen Gemeinde zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes aller christlichen Gemeinden Eschweilers, der am Sonntagvormittag im Rahmen des Eschweiler Music Festivals in der Pfarrkirche St. Peter und Paul stattfand, eine gesanglich vorgetragene Frage in den Raum."

Freude! Ein Gefühl, für dass es zahlreiche Anlässe gibt. „Doch warum beten, feiern, singen wir nicht gemeinsam?“, stellte die Musikgruppe der Freien evangelischen Gemeinde zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes aller christlichen Gemeinden Eschweilers, der am Sonntagvormittag im Rahmen des Eschweiler Music Festivals in der Pfarrkirche St. Peter und Paul stattfand, eine gesanglich vorgetragene Frage in den Raum.

„Wir alle sind Bürger des Himmelreichs. Doch statt Freude herrschen zu oft Zynismus und Gleichgültigkeit, sind wir fokussiert auf das, was fehlt“, so die Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten. „Doch ist am Ende des Tages nicht alles, was wir haben, Gnade?“, endete das Eröffnungslied des Gottesdienstes, den Pastor Florian Wintersohl (Freie evangelische Gemeinde), Gemeindeleiter Walter Wieser (Agape Gemeinde), Pfarrer Dieter Sommer (Evangelische Kirchengemeinde Eschweiler), Gemeindereferentin Angelika Pohl (Pfarrei Heilig Geist) sowie Kaplan Bernhard Habermeyer (Pfarrei St. Peter und Paul) gemeinsam leiteten.

Caren Leuchter begrüßte zu Beginn als Sprecherin des Gemeinderates der Pfarrei St. Peter und Paul die Christen in der gut besuchten Kirche und wünschte Andacht und Freude. Kaplan Bernhard Habermeyer zitierte die von Paulus an die Philipper gerichtete Aufforderung „Freut euch!“ und regte seine Zuhörer an, darüber nachzudenken, aus welchem Grund sie sich zuletzt aus vollem Herzen gefreut hätten und mit wem sie diesen Moment teilten.

Walter Wieser bat in einem Gebet um die Fähigkeit, sich Zeit nehmen zu können, um mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und dabei die Mitmenschen zu erkennen. Während ihrer Predigt setzte Gemeindereferentin Angelika Pohl die Worte des Dichters Joachim Ringelnatz „Freude soll sich offen zeigen und ein Leben lang andauern“ in Bezug zu den in der Bibel überlieferten Ausführungen des Apostels Paulus.

„Beide ermutigen uns, das Leben, das uns geschenkt wurde, jeden Tag auf's Neue mit Freuden anzunehmen“, so Angelika Pohl. Wichtig sei, dass der Mensch mit seiner Freude nicht alleine bleibe, sondern diese teile. Ausgangspunkt aller Freude sei aber Gott. „Ich wünsche uns allen, dass Gottes Freude irgendwann die ganze Welt durchdringt“, schloss die Gemeindereferentin. Beim von Pastor Florian Wintersohl angeleiteten „Bienenkorbgebet“, bei dem die Gottesdienstbesucher, Bienenwaben gleich, kleine Gruppen bildeten, um ins Gespräch zu kommen, wurde die Kommunikation und das Kennenlernen unter der Überschrift „Wer bist du?“ groß geschrieben.

Mit dem „Vater unser“ und dem Friedensgruß ging der Gottesdienst, dessen Kollekte indestädtischen Kindern bedürftiger Familien zu Gute kommen wird, in seine Schlussphase. Nach dem gemeinsam gesprochenen Segen und dem musikalischen Ausklang blieb Zeit für Gespräche und Begegnungen.

(ran)