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Eschweiler: Nur in sechs Wahllokalen noch rote Mehrheit

Eschweiler : Nur in sechs Wahllokalen noch rote Mehrheit

Eine dicke Ohrfeige für die SPD und ein Denkzettel für die CDU - so lässt sich das Ergebnis der Europawahl für die beiden größten Parteien in Eschweiler interpretieren.

Der CDU kamen rund tausend, der SPD fast 3000 Wähler abhanden. Die Verluste in Prozentzahlen: CDU minus 0,77 Prozent, SPD minus 12,27 Prozent.

Die Mehrheit der Eschweiler Bürger ging erst gar nicht zur Wahl. Von den 41736 Wahlberechtigten blieben über 25000 Bürger der Wahl fern - 60,32 Prozent. Die schon vor fünf Jahren niedrige Wahlbeteiligung sank noch einmal deutlich, von 44,11 auf 39,68 Prozent.

1,73 Prozent für die PDS

Wenn wenige Leute zur Wahl gehen, wirken die Stimmen, die auf kleinere Parteien entfallen, in Prozentzahlen besonders eindrucksvoll. So machen die 279 PDS-Wähler schon beachtliche 1,73 Prozent aus.

Grüne und FDP haben allerdings nicht nur ihre Prozentzahlen, sondern auch die Zahl ihrer Wähler deutlich steigern können. Vor fünf Jahren hatten nur 404 Eschweiler die Freidemokraten gewählt, diesmal waren es fast 1000. Die Zahl der Grünen-Wähler kletterte von 722 auf 1189.

Die CDU holte in fast allen Eschweiler Wahlbezirken die Mehrheit. Rote Mehrheiten gab es nur noch in sechs Wahllokalen: Ost 1 mit 40,12 Prozent, Ost 2 43,78 Prozent, Stich-Süd 43,21 Prozent), Weisweiler 1 mit 40,04 Prozent, Weisweiler 2 mit 41,36 Prozent und als Spitzenreiter die Alten- und Pflegeheime mit 50,38 Prozent SPD-Wählern. Einen Gleichstand mit jeweils exakt 253 Wählern (38,1 Prozent) für SPD und CDU gab es im Wahlbezirk 17 Hastenrath/Scherpenseel/Volkenrath.

Neulohn fest in CDU-Hand

Die deutlichsten CDU-Erfolge mit über 45 Prozent gab es in Röhe, Gebiet Lyzeum, dem Marktviertel, Stadtzentrum, Kinzweiler 2/Hehlrath, Dürwiß 1 und als Spitzenreiter die Stimmbezirke St. Jöris mit 57,43 und Neulohn/Fronhoven mit 65,64 Prozent.

Die Grünen holten ihr bestes Ergebnis im Wahlbezirk 12 (Waldsiedlung/Pumpe) mit 12,17 Prozent, die FDP in Röthgen-Ost mit 9,6 Prozent.

Wahlbeteiligung

St. Jöris und Neu-Lohn/Fronhoven gehören auch zu den Orten mit der stärksten Wahlbeteiligung, sie liegen über 44 Prozent. Noch höher liegen nur die Wahllokale in Kinzweiler (45,76 Prozent) und Seniorenzentrum (47,87 Prozent).

Die mit Abstand niedrigste Wahlbeteilung hatte der Wahlbezirk 2 (West): 18,9 Prozent.

Beim Vergleich der Wahlbeteiligung ist aber zu berücksichtigen, dass es 2963 Briefwähler gab. Ihre Stimmen fehlen in den Wahlbezirken.