Eschweiler: Nur drei Bürger täglich bedeuten das Aus für die Außenstellen

Eschweiler: Nur drei Bürger täglich bedeuten das Aus für die Außenstellen

Das Bürgerbüro schließt in Dürwiß und Kinzweiler seine Pforten. „Dieses Angebot hatte nicht den Erfolg, den wir uns erhofft haben”, teilt Sozialdemokrat Leo Gehlen mit.

Die SPD lehnte zudem ab, an einem Samstag im Monat die Pforten des Rathauses zu öffnen. „Das mobile Bürgerbüro lohnt sich nicht”, lautet Gehlens Fazit. SPD und Grüne hatten im Jahr 2008 beschlossen, in der Raiffeisen-Bank Dürwiß und Kinzweiler die Möglichkeit anzubieten, auf das Angebot des Bürgerbüros zurückzugreifen.

„Die Besucherzahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück”, urteilt die Stadtverwaltung heute. Im Schnitt kamen täglich drei Bürger in die Außenstellen. Zu wenig, meinten alle Fraktionen einhellig. Nicht einig war man sich allerdings darüber, wie es weitergehen soll.

23.000 Euro Kosten

Die Grünen setzen sich vehement für Öffnungszeiten an den Samstagen ein. Dies wäre allerdings mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 23 000 Euro verbunden. „Diese Summe kann man zur Verfügung stellen”, meinte Franz-Dieter Pieta. Die übrigen Ratsparteien waren jedoch anderer Meinung. Für sie war allenfalls die Öffnung an einem Samstag im Monat denkbar.

„In einer Pilotphase von sechs Monaten ist es sinnvoll zu testen, ob ein Bedarf an Samstagen besteht”, sagte Ulrich Göbbels von der FDP. Auch die CDU und die Grünen schlossen sich dieser Meinung an. Lediglich UWG-Fraktionschef Erich Spies legte sich fest: „Das Bürgerbüro samstags zu öffnen ist nicht erforderlich und nur mit weiteren Kosten verbunden.”

Letztlich stimmte die UWG mit der SPD gegen eine Samstagsöffnung. Allerdings soll ein mobiler Dienst eingerichtet werden, der vor allem älteren und gehbehinderten Menschen den Weg zum Rathaus ersparen soll.

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