Eschweiler: Nur CDU hätte diesmal lieber eine Frau ins Amt gehievt

Eschweiler: Nur CDU hätte diesmal lieber eine Frau ins Amt gehievt

Nur die CDU stimmte nicht für ihn: Mit 38 von 49 Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder wurde Hermann Gödde am Donnerstagabend zum neuen Technischen Beigeordneten Eschweilers gewählt. Seine achtjährige Amtszeit beginnt am 1. August.

Während die CDU die 31-jährige Sylvia Marenberg favorisierte und dies nicht zuletzt mit der Forderung begründete, Frauen in technischen Berufen sowie in Führungspositionen zu fördern, und zudem die Jugend der Kandidatin hervorhob, war gerade Letzteres für die übrigen Fraktionen ein Grund, Gödde zu favorisieren:

Der 51-Jährige bringe die nötige Menge an Erfahrung mit, die das Amt erfordere. Erfahrungen, die er sowohl bei öffentlichen Institutionen als auch in der Privatwirtschaft gesammelt habe. Zudem sei Gödde regions- und sachkundig, könne ansatzlos übernehmen, wenn der bisherige Amtsinhaber Wilfried Schulze in den Ruhestand tritt.

Auch für die CDU sei es übrigens bei der acht Jahre zurückliegenden Wahl Schulzes darum gegangen, mit dem damals 55-Jährigen einen Mann mit Erfahrung zu bekommen, unterstrich SPD-Fraktionschef Leo Gehlen, der die Abkürzung CDU als „chaotisch, dilettantisch, unberechenbar” übersetzte. CSL-Sprecherin Regina Faschinger fand es „traurig”, dass die CDU die Dezerntenwahl für eine Frauen-Diskussion nutzen wollen:

„Wenn die CDU mal in ihre eigenen Reihen guckt, ist das Frauenbild dort sehr, sehr erbärmlich!” Die CDU beharrte allerdings darauf: Weibliche Kandidaten hätten bei der Mehrheit von vornherein keine Chance gehabt.

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