Eschweiler/Nürburgring: Noch genießt Harald Hennes die Tabellenführung

Eschweiler/Nürburgring: Noch genießt Harald Hennes die Tabellenführung

Endspurt ist angesagt in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Auf dem Programm steht am Samstag der neunte von zehn Läufen der Saison. Und im Kampf um die Meisterschaft wird es immer enger.

Als Tabellenführer reist Harald Hennes aus Eschweiler in die Eifel. Mit konstant vorderen Platzierungen konnte der Indestädter sich mit dem BMW M3 über einen Großteil der Saison an die Spitze der Gesamtwertung setzen.

Die wird der Eschweiler Rennfahrer aber beim nächsten Rennen abgeben müssen. Dann kommen die ersten Streichresultate zum Einsatz und bis zu zwei Patzer der anderen Teams werden eliminiert. Dann stehen die Klassen mit mehr Fahrzeugen wieder an der Tabellenspitze, diese bekommen reglementbedingt in der Langstreckenmeisterschaft für einen Sieg mehr Punkte.

Zwei Streichergebnisse eingerechnet, stehen vier Teams im Vordergrund, die aller Voraussicht nach die Entscheidung unter sich ausmachen werden. Alle haben in stark besetzten Klassen sechs Top-Ergebnisse eingefahren und so fleißig Punkte gesammelt. Alle vier haben aber auch bereits zwei schwache Rennen absolviert, so dass sie in der Addition der bisherigen acht Rennen noch nicht an der Spitze auftauchen.

Vollkommen unterschiedlich hingegen sind die Fahrzeugkonzepte, die 2011 für den Titel in Frage kommen. Jannik Olivo und Elmar Jurek (beide Berlin) bestreiten die Rennen mit inem Renault Clio in der gleichnamigen Cup-Klasse. Die Fronttriebler sind nach dem Reglement der VLN-Specials bis 2000 ccm Hubraum aufgebaut. Ebenfalls über die Vorderachse angetrieben ist der Volkswagen Scirocco von Maik Rosenberg (Attendorn).

Das Fahrzeug verfügt über einen Turbomotor mit ebenfalls 2000 ccm Hubraum. Die starke Konkurrenz setzt auf BMW. Markus Schmickler (Bad Neuenhr-Ahrweiler) und Lars Heisel (Bielefeld) bringen einen seriennahen BMW 325 an den Start und Carsten Knechtges (Mayen), Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten) und Tim Scheerbarth (Dormagen) treten mit einem BMW Z4 an. Die Konstellationen ergeben sich wie folgt: zwei reinrassige Front- gegen zwei seriennahe Hecktriebler - zwei sportliche Coupés gegen einen Wagen aus der Kompaktklasse und eine Limousine - ein Turbo gegen drei Sauger oder einfach BMW gegen Renault und Volkswagen.

Fährt Jochen Krumbach wieder in die erste Startreihe? Freud und Leid lagen beim letzten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft nahe beisammen. Im Zeittraining konnte der Indestädter noch die starken Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und die große Meute der Porsche-Konkurrenz hinter sich halten. Nur der Audi R8 LMS vom Team Phönix Racing umrundete die Nordschleife schneller. Doch das reichte dem Eschweiler Rennfahrer für einen Platz in der ersten Startreihe.

Im Rennen kam Jochen Krumbach dann allerdings gar nicht mehr zum Einsatz. Sein Teamkollege Marc (Gindorf) übernahm den Start und hielt sich bis zur 6. Runde unter den Top 5, als er im Bereich Metzgesfeld unerfreulicherweise die Leitplanke touchierte und das Rennen leider beenden musste.

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