Eschweiler: Nicht mehr sicher: 51 Bäumen droht das Aus

Eschweiler : Nicht mehr sicher: 51 Bäumen droht das Aus

Es muss nicht immer ein Orkan sein, der für lichte Reihen im städtischen Baumbestand sorgt. Manchmal tragen schlicht Alter oder Krankheiten dazu bei, dass Bäume aus dem Stadtbild verschwinden müssen.

Der gesamte städtische Baumbestand an Straßen, in Grünanlagen, auf Friedhöfen, auf Kinderspielplätzen und an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Feuerwehrhäusern und Kindergärten unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Werden bei den Kontrollen Schäden festgestellt, die Auswirkungen auf die Standsicherheit haben und nicht durch Rückschnitt oder andere Sicherungsmaßnahmen behoben werden können, müssen diese Bäume gefällt werden.

Die letzten Kontrollen in 2017 ergaben, dass insgesamt 51 Bäume auf städtischen Grundstücken gefällt werden müssen. Diese Bäume sind entweder bereits abgestorben oder durch Bakterien- und Pilzbefall so stark geschädigt, dass sie zu einer Gefahr für das Umfeld werden können. Eine kurzfristige Entfernung ist hier unumgänglich.

Die kleineren Bäume wurden bereits gefällt; in den nächsten Wochen müssen noch insgesamt 21 zum Teil größere und prägende Bäume entfernt werden. Hierzu gehören die beiden verbliebenen alten Rosskastanienbäume im Bereich der Grabenstraße, zwei Lindenbäume an der Talstraße, eine Robinie und ein Rosskastanienbaum an der Wilhelminenstraße sowie zwei Sumpfeichen an der Indestraße.

60 Neuanpflanzungen

Als Ersatz für die im Jahr 2017 und nun aktuell entfernten Bäume werden in den nächsten Wochen Neupflanzungen vorgenommen. Insgesamt werden 60 Bäume unterschiedlicher Art im gesamten Stadtgebiet neu gepflanzt. Sofern ein Ersatz an Ort und Stelle nicht möglich ist, werden die Pflanzungen an anderen geeigneten Standorten vorgenommen.

Für die im Zuge der Aus- und Umbaumaßnahme Im Hag entfernten Bäume werden im Januar/Februar insgesamt 21 neue Bäume an der Straße Im Hag selbst sowie im näheren Umfeld (Eduardstraße, Jägerspfad und Spielplatz Im Hag) angepflanzt.

„Unabhängig vom Grund für die Maßnahme“, so betont die Stadt, „werden die Anpflanzungen eine Bereicherung für das Ortsbild darstellen sowie wichtige Funktionen für das Stadtklima, den Wasserhaushalt und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erfüllen.“

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