Eschweiler: Newa-Ensemble begeistert die Besucher in der Dreieinigkeitskirche

Eschweiler: Newa-Ensemble begeistert die Besucher in der Dreieinigkeitskirche

Bereits zum sechsten Mal stattete das Newa-Ensemble aus dem mehr als 2000 Kilometer entfernten Sankt Petersburg der Indestadt einen Besuch ab. Und auch in diesem Jahr fanden viele Musikbegeisterte den Weg in die Dreieinigkeitskirche, um begeistert dem neuen Programm „Aus Russland mit der Liebe“ zu lauschen.

Die Musiker Olga Romanovskaja (Gesang und Klavier), Sergey Leonovich (Countertenor) und Boris Kozin (Gesang und Violine) versprachen gleich zu Beginn einen abwechslungsreichen Abend und begannen ihr Konzert mit Werken der Kirchenmusik, wobei Olga Romanovskaja auch ihre Vorliebe für gregorianische Gesänge zeigte, zur Freude der vielen Zuhörer.

Um ihren Gästen einen Einblick in den orthodoxen Gottesdienst zu bieten, beschrieb sie zentrale Unterschiede orthodoxer und evangelischer oder katholischer Messfeiern. So dürfe eine Frau oder ein Mädchen nicht ohne Kopftuch die Kirche betreten und man solle immer hungrig sein, wenn man in der Kirche beichten möchte. Auch gebe es keine Liederbücher, da die Gemeinde nie singe. Der Chor begleite den Gottesdienst musikalisch. Auch spreche die Gemeinde insgesamt zwei Gebete mit dem Pastor — das Vater unser und das Glaubensbekenntnis, mit dessen Interpretation das Newa-Ensemble seine Zuhörer begeisterte.

Neben russisch-orthodoxen Kirchliedern überzeugten die Musiker weiterhin mit weltlichen Liedern, zum Beispiel Romanzen von Komponisten wie Peter Tschaikowski, Michail Glinka, A. Gurilev aber auch russischen und ukrainischen Volksliedern.

Ob gemeinsam, im Duett oder auch als Solo, ob instrumental, vokal oder a cappella — das Newa-Ensemble überzeugte auch in diesem Jahr mit Stimmvielfalt und -fülle und vergrößerte so seine Fangemeinde in der Indestadt.

Olga Romanovskaja, Sergey Leonovich und Boris Kozin — wer diese Namen bisher nicht kannte, der sollte sich den Oktober des nächsten Jahres bereits vormerken. Denn auch im nächsten Jahr wird die Indestadt erneut die Ehre haben, den drei Musikern aus Sankt Petersburg in der Dreieinigkeitskirche lauschen zu dürfen.

(jlm)