Eschweiler: Neuer Stützpunkt: Zusteller müssen keine Treppen mehr laufen

Eschweiler: Neuer Stützpunkt: Zusteller müssen keine Treppen mehr laufen

Seit Oktober befindet sich der Zustellstützpunkt der Deutschen Post in dem ehemaligen Supermarkt an der Bergrather Straße. Im April steht die nächste Veränderung an. Mit der Verbundausweitung erhalten die Bürger dann Briefe und Pakete aus einer Hand. Wir haben uns im neuen Stützpunkt einmal umgesehen.

„Das Gebäude an der Rosenallee war für unsere Bedürfnisse nicht ideal“, sagt Dieter Pietruck, Pressesprecher der Deutschen Post. Auf zwei Etagen war die Zustellung dort untergebracht, jetzt ist alles ebenerdig auf 850 Quadratmetern (ähnlich wie zuvor) für die 67 Mitarbeiter zu erreichen. Der Umzug war aber auch ohnenhin nötig, da das Gebäude an der Rosenallee verkauft werden sollte.

5000 Pakete pro Woche

Für die Mitarbeiter der Post bedeutet die Umstellung eine Verkleinerung ihrer Bezirke. Zudem muss die Post Autos anschaffen. Die vielen Pakete (ca. 5000 pro Woche) können selbstredend nicht alle mit Fahrrädern transportiert werden.

„Der Paketmarkt boomt“, weiß Dieter Pietruck. Der Briefanteil sinke jedes Jahr um ein bis zwei Prozent, ist mit rund 180.000 Briefen pro Woche in der Indestadt aber immer noch sehr üppig. Rund 80 Prozent davon sind übrigens Werbepost.

Vor mehr als 100 Jahren war die Post in das Gebäude an der Rosenallee gezogen. Beim Umzug haben die Mitarbeiter etliche „alte Schätzchen“ gefunden. Alte Stempel beispielsweise und Plakate. Ebenso Bilder von Heinrich von Stephan, dem Organisator des deutschen Postwesens und Mitbegründer des Weltpostvereins.

Es gibt aber auch Kritik von Lesern am neuen Zustellstützpunkt: So gebe es Tage, an denen der relativ groß bemessene Parkplatz vor 9 Uhr mit posteigenen Fahrzeugen und Autos von Briefträgern belegt sei. Dieter Pietruck entgegnet dem, dass es am alten Standort gar keine Parkplätze gegeben habe und das nun für die Kunden gar eine Verbesserung sei.

(tob)
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