Eschweiler/Stolberg: Neuer Reitweg führt gefahrlos zum See

Eschweiler/Stolberg: Neuer Reitweg führt gefahrlos zum See

Gefahrlos Richtung Blausteinsee: Seit Freitag verbindet ein neuer Reitweg Dürwiß mit dem Erholungsgelände im Norden. Der Vorsitzende des Reitclubs Dürwiß, Jakob Kranen, lächelte bei der Eröffnung zufrieden. Der knapp 500 Meter lange Weg ist nicht nur ideal für Reiter, er verhindert vor allem Konflikte mit Radfahrern und dem Autoverkehr auf der Jülicher Straße.

Dort, wo früher die Betriebsstraße der Rheinbraun die Jülicher Straße unterquerte, gab es für die Reiter des Dürwisser Clubs eine heikle Gefahrenstelle. Ein steiles Stück des asphaltierten Feldwegs führte direkt auf den Radweg der Landstraße 238. Die Straße ist dort außerdem kaum einzusehen. Im Winter bei Glatteis rutschten an dieser Stelle schon mal Pferde direkt vor Radler.

Damit ist nun Schluss: Auf Anregung der Stadt Eschweiler und des Reitclubs hat die Untere Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen eine Ausweichstrecke angelegt. „Prima zu reiten - nur etwas breiter hätte sie sein können”, meint Jakob Kranen. Dann lasse sich der Weg besser pflegen. Aber breiter hieße auch teurer.

Der Reitweg führt auf einem Wiesenweg nach Nordosten, zu einer Stelle nahe dem Kreisverkehr Hagelkreuz. Dort kann die Jülicher Straße gefahrlos überquert werden. Kranen: „Die Reiter haben dort einen wunderbaren Überblick über den Verkehr.”

315 Meter lang ist der neu geschaffene Reitweg, weitere 150 Meter wurden auf einem bestehenden Weg auf der nördlichen Seite der Jülicher Straße mit dem blauen Reitwege-Zeichen ausgeschildert, zum Anschluss an das Wegenetz um den Blausteinsee. Das Ganze wurde aus der Reitwegeabgabe bezahlt, die jeder Reiter an die Städteregion zahlen muss. Die Abgabe beträgt 25 Euro pro Pferd, das Geld wird zweckgebunden für Verbesserung der reiterlichen Infrastruktur eingesetzt.

Udo Thorwesten von der Unteren Landschaftsbehörde dankte bei der Eröffnung des Reitweges herzlich den Mitarbeitern, die den Weg angelegt und ausgeschildert haben, und Maria-Therese Engels vom Landesbetrieb Straßen NRW als Grundstückseigentümer, sowie allen weiteren beteiligten Stellen für die gute Zusammenarbeit.

Und er hatte auch gleich noch Verbesserungsvorschläge: Dort, wo der Reitweg die Landstraße 238 kreuzt, wäre eine Temporeduzierung auf 50 Stundenkilometer angebracht, und vielleicht auch Schilder „Reiter kreuzen”, wie sie zum Beispiel im Aachener Stadtwald stehen.

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