Eschweiler-Kinzweiler: Neubaugebiet Kinzweiler: So lebt es sich an der Ackerstraße

Eschweiler-Kinzweiler: Neubaugebiet Kinzweiler: So lebt es sich an der Ackerstraße

Sehr begehrt waren die Plätze im Neubaugebiet in Kinzweiler an der Ackerstraße, als im Jahr 2015 Immobilien zum Verkauf gestellt wurden. Auf 57 Grundstücke kamen mehr als doppelt so viele Anfragen. Innerhalb weniger Wochen hatten alle Grundstücke einen neuen Besitzer — einige von ihnen wohnen jetzt seit wenigen Monaten dort.

Wir haben die Anwohner besucht und gefragt: Wie lebt es sich im Neubaugebiet an der Ackerstraße?

Michaela Inden öffnet die Haustüre. Ein wenig überrascht ist sie, dass da jemand von der Zeitung klingelt. Aber sie bittet uns ins Haus. Hier wohnt sie seit gut einem halben Jahr gemeinsam Mann und — ganz bald — Kind. Jetzt, wo das Nest hergerichtet ist, darf der Nachwuchs kommen.

Neubau lohnt sich

Nach dem Studium in Aachen wollten Inden und ihr Mann in der Region bleiben. „Dafür musste zunächst aber ein geeignetes Eigenheim her.“ Das Angebot an Bestandsimmobilen sei nicht das gewesen, was sich die jungen Bauherren vorgestellt hatten, und auch die vorherige Wohnung überzeugte nicht mehr: „Dort haben ein, zwei Kinderzimmer gefehlt“, sagt Inden. In eine größere Eigentumswohnung investieren wollte das Paar auch nicht. „Für 350 000 Euro lohnt es sich nicht, eine Wohnung zu kaufen.“, sagt Inden. Die logische Konsequenz: Bauen.

Im Dezember 2015 unterschrieben sie und ihr Mann — beide kennen sich aus der Schulzeit — den Vertrag; ein Jahr später ist das neue Heim bezugsfertig: Jetzt fühlt sich die kleine Familie pudelwohl darin. Und auch außerhalb der eigenen vier Wände lebt sie gerne an der Ackerstraße.

Der Kontakt zur Nachbarschaft habe sich schon gut entwickelt: „Es gibt eine Whatsapp-Gruppe, in der wir regelmäßig miteinander schreiben“, sagt Inden. Gemeinsame Grillabende habe es auch schon gegeben, und auch die ersten Freundschaften schließen sich: „Eine direkte Nachbarin ist ebenfalls schwanger. Wir können uns jetzt besonders gut austauschen“, erzählt Inden.

Das Baugebiet im ländlichen Kinzweiler zieht besonders junge Familien an. So auch Nicole Adam und ihre Liebsten. Die 43-jährige kommt gebürtig aus Kinzweiler und wollte in ihrer Heimatstadt bleiben: „Im Dorf spricht sich schnell rum, dass gebaut wird“, erklärt Adam, wie sie auf das Baugebiet aufmerksam wurde. Seit Ende April wohnt sie nun mit Mann und Sohn in einer Doppelhaushälfte in der Ackerstraße.

Vorher hat die Familie in einer Eigentumswohnung gelebt: „Da muss man viel Rücksicht auf die anderen Bewohner im Haus nehmen — lautes Toben oder Klavierspielen in der Mittagszeit ist da nicht möglich“, sagt Adam. Also hat die Familie ein Eigenheim gesucht — und gefunden: „Der Baustil der Häuser hat uns direkt gefallen, da haben wir sofort zugeschlagen.“

Ein Manko gibt es aber trotzdem, findet Adams Ehemann: „Dadurch, dass die Farben der Häuser auf weiß und grau festgelegt waren, sieht es ein bisschen trist aus im Baugebiet.“ Auch seine Frau wünscht sich mehr Abwechslung: „Ein bisschen grüne Bepflanzung wäre schön.“ Diese gibt jetzt erstmal im heimischen Garten.

Während Familie Adam fleißig den Garten und die Einfahrt verschönert, sind andere Häuser im Baugebiet noch im Rohzustand. „Es wird noch spannend, wer hier hinzieht“, sagt Adam. Bis jetzt seien die Zugezogenen größtenteils Familien mit kleinen Kindern.

Bungalow sei altersgerecht

Aber auch Paare, die sich um die Altersvorsorge kümmern, sind in das Neubaugebiet gezogen: So auch Iwona Bierstedt und ihr Ehemann. „Ich bin schon so oft umgezogen in meinem Leben,“ sagt Bierstedt, „dass ich mir geschworen habe, wenn ich es noch einmal mache, dann wohne ich direkt altersgerecht“. Gesagt, getan — die 51-Jährige baut mit ihrem Mann in ein Bungalow. Das eingeschossige Haus steht auf einem Grundstück, das eine Frontseite von 16 Metern aufweist. „Das war uns wichtig. Unser Haus sollte eine gewisse Anzahl an Quadratmetern mitbringen, ohne zwei Grundstücke zu besetzen.“

Das wäre zu teuer gewesen, sagt Bierstedt. Platz für einen Garten bietet ihre Grundfläche trotzdem — auch, wenn das gar nicht nötig gewesen wäre:„Wir sitzen sowieso nur auf der Terrasse, die direkt aufs freie Feld hinauszeigt.“ Eine Idylle, die die Anwohner im Neubaugebiet an der Ackerstraße zu schätzen wissen.