Eschweiler: Naturwissenschaften und Technik sind ihre starke Seite

Eschweiler: Naturwissenschaften und Technik sind ihre starke Seite

Es war mehr als nur ein „Hereinschnuppern” in die Welt der Studierenden: Eine Woche lang nahmen Schüler der 11. Jahrgangsstufe der Städtischen Gesamtschule Eschweiler im Rahmen des Projekts „ANTalive” (angewandte Naturwissenschaften und Technik) am Studierendenwettbewerb Pro8 an der Fachhochschule Aachen teil und konnten unter anderem erste Erfahrungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik sowie Technisches Zeichen am Computer sammeln.

Den größten Erfolg verzeichneten aber Caglar Eda Hatunoglu, Daniel Flecken, Yannic Lebotesi und Dennis Weiss. Das Quartett setzte sich gemeinsam mit zwei Schülern des Gymnasiums am Wirteltor Düren innerhalb des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik mit einem konkreten Industrieprojekt auseinander.

Im Wettbewerb mit 22 anderen Teams, die aus Studenten des vierten Semesters bestanden, belegten die Vier in der Auswertung der Gesamtergebnislösung einen Platz im vorderen Drittel und erreichten in der Kategorie „Präsentation” den hervorragenden dritten Platz.

„Hinter all diesen Schülern liegt harte Arbeit. Sie haben viel Engagement und Herzblut in das Projekt investiert und sich nach sehr kurzer Anlaufzeit wie selbstverständlich im RWTH-Gebäude bewegt”, ist auch Lehrerin Brigitte Capune-Kitka, die das Projekt „ANTalive” an der Gesamtschule leitet, voll des Lobes. Sechs Tage hatten die Schüler Zeit für den Umbau einer Betonstahlwiegemaschine.

Neben der eigentlichen Problemlösung sollten auch eine Power-Point-Präsentation vorbereitet, eine Kostenberechnung und eine Zeichnung angefertigt, ein Modell gebaut sowie ein Bericht geschrieben werden. Dies alles gelang den vier Gesamtschülern so gut, dass sie sich schließlich für die Endpräsentation vor 250 Personen in einem Hörsaal der RWTH qualifizierten, wo sie ihre Arbeit einer Jury vorstellten und anschließend Fragen beantworteten.

„Ich hatte mich eigentlich auf einige relativ ruhige Tage eingestellt, an denen ich mich mal an der Uni umsehen wollte. Doch wir wurden schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt”, schmunzelt Yannic Lebotesi zurückblickend. „Wir haben von montags bis Samstag jeweils von 8 bis 17 Uhr getüftelt und uns dabei als Gruppe sehr gut und letztlich erfolgreich zusammengerauft”, erklärt der Schüler.

Dies unterstreicht auch Daniel Flecken: „Wir sind dabei sicherlich auch an unsere Grenzen gestoßen, zumal wir eine Aufgabe gestellt bekamen, mit der wir uns zuvor noch nie beschäftigt hatten.” Weiblichen Ideenreichtum brachte Caglar Eda Hatunoglu in die Gruppe. „Es war nicht immer einfach, sich als einziges Mädchen innerhalb der Gruppe durchzusetzen. Doch es ist mir gelungen und die Teilnahme am Projekt hat riesigen Spaß gemacht”, strahlt sie.

Da auch Professorin Martina Klocke als Projektleiterin der Fachhochschule von den Leistungen der Schüler begeistert war, dürfte einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr nichts im Wege stehen. Vielleicht dann sogar in einem noch etwas größeren Rahmen. Schließlich haben die Gesamtschüler nicht nur die Aufgabe gelöst, sondern auch den sozialen Aspekt nicht außer Acht gelassen.

„Während sich die Studenten ausschließlich auf die Problemlösung konzentriert haben, haben sich unsere Schüler auch Gedanken darüber gemacht, wie im Rahmen der Aufgabenstellung Arbeitsplätze erhalten werden können”, zollt Brigitte Capune-Kitka ihren Schützlingen Respekt.