Eschweiler: Nächster Schritt für den Restsee Inden

Eschweiler: Nächster Schritt für den Restsee Inden

Die Planungen für den umstrittenen Tagebausee Inden im Rheinischen Braunkohlenrevier schreiten voran. Die Bezirksregierung Arnsberg hat nach Angaben von Dienstag das Beteiligungsverfahren für die Änderung des Rahmenbetriebsplans eingeleitet.

Der Plan regelt Einzelheiten zu Abbau und Rekultivierung des Tagebaus Inden. Der Braunkohlenausschuss mit Vertretern der Region hatte 2009 die Verfüllung des Lochs nach Ende des Abbaus verworfen und für einen Restsee gestimmt. Mit einer elf Kilometer großen Fläche wäre der Indesee der größte See in Nordrhein-Westfalen.

73 Träger der öffentlichen Belange hätten die Planunterlagen erhalten, teilte die Bezirksregierung mit. Sie können in den nächsten drei Monaten ihre Stellungnahme abgeben. Die Behörde werde aber erst entscheiden, wenn der Verfassungsgerichtshof Münster über die Beschwerde der Stadt Düren gegen den Restsee entschieden habe.

Die Stadt Düren hält den Tagebausee für nicht beherrschbar und stellt sich als einzige Kommune der Region gegen das Vorhaben. Der See soll 800 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Die Befüllung soll nach Ende des Kohlenabbaus im Jahr 2030 beginnen und 20 bis 25 Jahre dauern.

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