Eschweiler: Nadelöhr am Ende der Röthgener Straße bleibt noch Jahre

Eschweiler: Nadelöhr am Ende der Röthgener Straße bleibt noch Jahre

Das Nadelöhr am Ende der Röthgener Straße bleibt noch Jahre bestehen. Nach der aktuellen Planung der DB Netz AG werden die Arbeiten erst im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Bisher war immer von einer deutlich früheren Lösung die Rede gewesen.

Immerhin: Nach langem Hickhack haben sich Städteregion, Stadt Eschweiler und DB Netz AG im vergangenen Jahr auf eine Planungsvereinbarung geeinigt. Deren Kosten betragen etwa 380.000 Euro.

In der nun bekanntgewordenen „Grobterminplanung“ soll in diesem Jahr der Vertrag zur Vorplanung abgeschlossen werden. Bisher wurde das Vergabeverfahren für die Planungsleistungen angestoßen, der entsprechende Vertrag soll im September unter Dach und Fach sein. In einem Jahr sollen die finanziellen Rahmenbedingungen abgestimmt werden, nach der eine Erweiterung des Sticher Tunnels erfolgen kann. Am Ende des Jahres soll auch ein Vertrag zur Gesamtplanung unterzeichnet werden.

Bis zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung vergehen laut DB Netz AG weitere zwei Jahre. Erst im Jahr 2021, so sieht die Auflistung des Unternehmens vor, kann die Ausführung der Arbeiten freigegeben werden. Wenige Monate später sollen die Hauptaufträge vergeben und die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden. Der eigentliche Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. Als gesamte Bauzeit sind zwei Jahre angegeben. Laut DB Netz AG soll die Freigabe des dann ausgeweiteten Tunnels am 1. März 2024 erfolgen. Projektende soll schließlich der 1. Juni 2026 sein.

Schon seit Jahren bemüht sich die Stadt, die Deutsche Bahn und die Städteregion dazu zu bewegen, den Tunnel Stich auszuweiten. Für das Brückenbauwerk ist die Bahn verantwortlich, die Straße obliegt der Städteregion. Die Stadt Eschweiler ist mit der Gestaltung des Gehwegs beteiligt. Während die Städteregion zeitweise auch eine Lösung mit Ampeln bevorzugte, haben sich alle Beteiligten inzwischen darauf geeinigt, die Unterführung zu verbreitern. Bei den Gesprächen war auch die Bezirksregierung Köln beteiligt, da Fördermittel zu erwarten sind.

Die Stadt Eschweiler kritisiert seit Jahren die zu geringe Straßenbreite. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Linksabbiegerspur in die Eisenbahnstraße ein. Derzeit bestehen auch keine ausreichend dimensionierten Gehwege an der Straße, ganz zu schweigen von einem Radweg. Diese Forderungen wurden auch in einer Planungs- expertise aufgegriffen, die bereits 2008 erstellt wurde. Sie diente der im vergangenen Jahr unterzeichneten Planungsvereinbahrung als Grundlage.

Ob im Jahr 2024 das Kapitel „Ausweitung Sticher Tunnel“ wirklich geschlossen werden kann, steht allerdings noch in den Sternen. Auch der Hauptbahnhof soll eigentlich schon seit Jahren saniert und barrierefrei gestaltet sein. Bisher ist allerdings noch nichts passiert.

(pan)