Eschweiler: Nach einem Jahr Umbauzeit: Kindertagesstätte eröffnet

Eschweiler: Nach einem Jahr Umbauzeit: Kindertagesstätte eröffnet

„Freundlich, geräumig, hell” - viele lobende Worte hat es am Samstag bei der Einweihung eines Anbaus am Städtischen Kindergarten an der Quellstraße, der Kindertagesstätte „Rappelkiste”, gegeben. Sie wurde nicht nur erweitert, sondern auch insgesamt renoviert und neu ausgestattet.

Die Räume wurde frisch gestrichen, zwei Gruppenräume erhielten neue Küchen, der Sanitärbereich wurde erneuert. Das alles kostet 380.000 Euro, von denen 320.000 Euro als Zuschuss vom Land Nordrhein-Westfalen kommen.

Notwendig wurde die Erweiterung, weil in der 1975 gebaute Tagesstätte, die seit vielen Jahren bereits integrativ betrieben wird, also behinderte und nicht behinderte Kinder aufnimmt, nun auch Kinder unter drei Jahren betreut werden. Der Anbau enthält weitere Therapiemöglichkeiten, dort haben auch ein Personalzimmer und das Leiterinnenbüro Platz. Im Hauptgebäude wurden zudem zwei Schlafräume eingerichtet.

Die „Rappelkiste” bietet Platz für 65 Kinder, es gibt 18 U3-Plätze, die noch nicht alle belegt sind. Die städtische Einrichtung wird betrieben von „Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche” (BKJ), einer Anstalt öffentlichen Rechts. Deren Vorstand Vera Joußen und Gudrun Schönebaum, die Leiterin des Kindergartens, begrüßten am Samstag zu der Eröffnungsfeier viele Eltern und Freunde. Nicht nur sie und das Personal, auch die Kinder zeigten sich froh, dass die Zeit des Umbaus endlich vorbei ist. Ein „Rackedickeducke-Rap”, von den Kindern und ihren Betreuerinnen gemeinsam gesungen, machte lautmalerisch deutlich, dass ein Kindergartenbetrieb bei laufenden Renovierungsarbeiten nicht immer einfach ist.

Auf die Betreuung der unter drei Jahre alten Kinder haben sich die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte intensiv vorbereitet. BKJ-Vorstand Vera Joussen: „Ab 1. August 2010 hat die Einrichtung, übrigens als Erste in Eschweiler, ein Jahr lang an einem Modellprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland teilgenommen zur Förderung von unter dreijährigen Kinder in integrativen Gruppen und dieses Projekt nun erfolgreich beendet!” Für diesen Erfolg gab es herzliche Glückwünsche.

Seit Anfang August nimmt die „Rappelkiste” nun U3-Kinder auf, die letzte Regelgruppe - drei Gruppen wurden bereits integrativ betrieben - wurde in eine U3-Gruppe umgewandelt.

Mit Liedern, Spielen, mit Kinderschminken und einem Imbiss feierten Kinder, Eltern und Betreuerinnen die Fertigstellung des Kindergartenanbaus. Alle Räume standen zur Besichtigung offen.

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