Eschweiler: Nach 13 Jahren endet Grimmers Ära beim SkF

Eschweiler: Nach 13 Jahren endet Grimmers Ära beim SkF

13 Jahre lang stand Helga Grimmer an der Spitze des Eschweiler Stadtverbands der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), kämpfte erfolgreich für die Belange der Genossinnen und gab den SPD-Damen der Indestadt ein Gesicht. Am Donnerstagabend ging nun während der Jahreshauptversammlung des Stadtverbands in der Gaststätte „Mexis Partyeck” eine Ära zu Ende.

Die langjährige Vorsitzende legte ihr Amt nieder. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Désirée Meuthen gewählt. Die Geschäftsführerin des SPD-Ortsvereins Mitte erhielt 28 von 28 Stimmen.

Als Stellvertreterinnen werden ihr in den kommenden zwei Jahren Asuman Ganidagli und Claudia Moll (beide eine Gegenstimme) zur Seite stehen. Den Vorstand komplettieren Katharina Golke als Geschäftsführerin, Sabrina Nieveler als stellvertretende Geschäftsführerin sowie Roselinde Schnitter als Finanzverwalterin (jeweils ohne Gegenstimme).

„Danke für dein jahrelanges Engagement. Du warst stets der Motor und auf liebevolle Art und Weise der Motivator, der mit viel Herzblut zahlreiche AsF-Projekte vorangetrieben hat. Gott sei Dank bleibst Du uns als Vorsitzende des AsF-Süd auch weiterhin erhalten”, sparte die stellvertretende Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt nicht mit Lob in Richtung Helga Grimmer.

Da wollte auch der frischgebackene Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling, der sich mit dem Juso-Vorsitzenden Ugur Uzungelis in die „Höhle der Löwinnen” getraut hatte, nicht zurückstehen: „Ein herzlicher Dank für eure Unterstützung und euren Tatendrang in den zurückliegenden Jahren, in denen der AsF-Stadtverband zu einer Festung der SPD in Eschweiler geworden ist. Dies wäre ohne Helga Grimmer nicht möglich gewesen.” Und auch in Zukunft gelte es, auf die Erfahrung und die Ideen der scheidenden Vorsitzenden zurückzugreifen. „Du trittst einen Schritt zurück, aber nicht ab”, betonte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende.

Mit einem lachenden und (im wahrsten Sinne des Wortes) einem weinenden Auge blickte Helga Grimmer anschließend auf ihre Amtszeit zurück. „Nachdem ich im Mai 1999 zum ersten Mal zur AsF-Stadtverbandsvorsitzenden gewählt worden war, blieb nicht viel Zeit zur Eingewöhnung, schließlich stand der Kommunalwahlkampf an. Da in unserem Kreis bemängelt wurde, dass zu wenige Frauenthemen im Programm enthalten seien, organisierten wir unter dem Motto Frauen für Frauen einen Informationsstand in der Fußgängerzone”, erinnerte sie an die Anfänge.

Als weiteren Arbeitsschwerpunkt der jüngeren Vergangenheit nannte Helga Grimmer den Kontakt zum Frauenhaus in Alsdorf, der 1999 geknüpft wurde und bis heute Bestand hat. „Wir versuchen, mit Spenden zu helfen, und vergessen dabei auch die Kinder, die sich dort aufhalten müssen, nicht.”

Nicht mehr wegzudenken aus dem indestädtischen Veranstaltungskalender ist der karnevalistische Nachmittag des AsF-Stadtverbands. „Im Jahr 1999 betrug der Gewinn 50 DM, als wir beschlossen, ins kalte Wasser zu springen und eine wirklich große Sitzung zu organisieren. Der Erfolg gab uns, auch Dank der Unterstützung der AG 60plus, der Jusos und der Eschweiler Pfadfinder, Recht”, so das Fazit. Trotz anfänglichem Gegenwind habe sich auch die Idee, unter der Überschrift „Trio” eng mit der Arbeitsgemeinschaft 60plus sowie den Jusos zusammenzuarbeiten, bestens bewährt.

„Frau und Beruf, Erziehungsgeld, Chancengleichheit, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Rentenreform, Wohnen im Alter sowie der Kontakt zu sozialen Einrichtungen in Eschweiler, all das waren und sind Themen, mit denen wir uns befassen. Ich bin mir sicher, dass all dies, mit frischem Wind erfüllt, vom neuen Vorstand weitergeführt werden wird”, schloss Helga Grimmer ihre Ausführungen.

Dieses Vorhaben unterstrich ihre Nachfolgerin ausdrücklich. „Mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen trete. Aber ich bin bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen.” Der Bitte der Mitglieder des ehemaligen AsF-Stadtverbandsvorstands, für das Amt der Vorsitzenden zu kandidieren, sei sie gerne nachgekommen, da sie die sozialdemokratische Idee aus Überzeugung vertrete. „Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass das Eintreten für die Belange von Frauen nach wie vor politischen Einsatz verdient hat”, so Désirée Meuthen, die nicht zuletzt die Arbeit mit und für behinderte Menschen fortsetzen möchte.

Weiterhin im Fokus stehen sollen auch Themen wie Benachteiligung am Arbeitsplatz, Niedriglöhne, Minijobs sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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