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Eschweiler: Mysteriöser Katzenschwund in Röhe

Eschweiler : Mysteriöser Katzenschwund in Röhe

Katzen sind Nachttiere, die gerade im Sommer den eigenen aber auch Nachbars Gärten erkunden. Dass mancher Vierbeiner von seinen nächtlichen Streifzügen nicht mehr zurückkehrt, kommt vor. Der Katzenschwund in Röhe ist jedoch mysteriös.

Doch innerhalb zweier aufeinander folgender Sommer gleich sieben Katzen zu verlieren, ist doch sehr ungewöhnlich. Ingeborg Hinrichs aus Röhe zweifelt jedenfalls, dass ihre Tiere einem Unfalltod erlegen sind: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Zufall ist. Ich befürchte, dass die Tiere gezielt abgegriffen werden, um mir einen Denkzettel zu verpassen.”

Idealer Tummelplatz

Seit zwei Jahren wohnt Hinrichs mit ihrer Familie in Röhe an der Nickelstraße. Die Katzenliebhaberin hat permanent sieben oder mehr Katzen in ihrem Haus. Für die Katzenhilfe oder den Tierschutzverein Kreis Aachen pflegt sie regelmäßig Tiere. Ihr Garten und die umliegenden Felder sind der ideale Tummelplatz für die Vierbeiner. Doch inzwischen scheut sich Hinrichs die Tiere überhaupt noch aus dem Haus zu lassen.

Vier Katzen in einem Monat

„Angefangen hat das im Sommer 2002. Innerhalb von einem Monat sind vier Katzen nicht mehr zurückgekehrt”, so Hinrichs. Vermutungen, dass die Tiere mit Absicht gefangen wurden, verstreute die Familie zunächst noch.

„Wir wohnen unweit der Autobahn. Da ist es nicht unmöglich, dass ein Tier überfahren wird”, sagt Peter Sauerbier, der Lebensgefährte von Ingeborg Hinrichs. Tatsächlich war kurze Zeit vorher eine Katze Hinrichs auf der A4 angefahren worden.

Gezielte Aktion

Als sich der kuriose Katzenschwund im vergangenen Sommer wiederholte, verstärkte sich jedoch das Gefühl, dass es sich dabei um eine gezielte Aktion gegen die Familie handelte. Wieder verschwanden innerhalb eines Monats drei Katzen.

„Unsere ganze Nachbarschaft hat auch Katzen. Doch nur unsere verschwinden. Ehrlich gesagt habe ich ein sehr ungutes Gefühl dabei, weil ich das inzwischen als Angriff auf meine Person werte.” Beweise hat Ingeborg Hinrichs dafür nicht.

Reagiert hat aber schon der Tierschutzverein. Der gibt keine Katzen mehr an die Familie in Pflege, da das Heim an der Nickelstraße von den Tierschützern als zu gefährlich eingestuft wurde. Sehr zum Bedauern von Hinrichs: „Mir hat es immer weh getan, wenn eine Katze verloren gegangen ist. Wenn jemand ein Problem damit hat, dass ich viele Katzen halte, dann kann er es mir ja sagen. Ich hoffe nicht, dass mir das jemand klarmachen will, indem er meine Katzen fängt.”

Die Familie hofft, dass sie an ihren jetzigen Katzen noch lange Freude hat.