Eschweiler: MVA Weisweiler: Staatsanwalt dem Täter auf der Spur

Eschweiler: MVA Weisweiler: Staatsanwalt dem Täter auf der Spur

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat doch noch Hoffnung, den Verursacher der Quecksilberverunreinigung in der Müllverbrennungsanlage Weisweiler zu finden.

„Die Schlinge zieht sich zu”, sagte Andreas Fries, technischer Geschäftsführer der MVA, am Donnerstagabend im Umweltausschuss der Stadt Eschweiler.

Wegen illegaler Entsorgung von großen Mengen Quecksilber hatte in der Woche nach Pfingsten die Müllverbrennungsanlage Weisweiler stillgelegt werden müssen.

Nach den Berechnungen der MVA muss es sich um 90 bis 110 Kilogramm Quecksilber gehandelt haben, die kurz vor Pfingsten mit einer Müllanlieferung in die Verbrennung gelangten. Das sei eine „gigantische Menge”, so Fries ­ aber zugleich sei das „nicht einmal ein Eimer voll”, denn das giftige Metall mit dem spezifischen Gewicht von 13,6 ist fast doppelt so schwer wie Eisen.

Gefunden wurden jedoch jene Stellen im Bunker, an denen sich nach der Stilllegung aller drei Verbrennungslinien der MVA nach vergeblichen Versuchen, die drastische Überschreitung der Quecksilber-Grenzwerte in den Griff zu bekommen, noch Müll mit hoher Konzentration von Quecksilber befand.

Dieser Müll wurde sicher gestellt und lagert derzeit in acht abgedeckten Containern auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage. Dieser Müll werde „auf keinen Fall in Weisweiler verbrannt”, versicherte Fries.