Konzert der Städtischen Musikgesellschaft: Musizieren zwischen ernst und klassisch

Konzert der Städtischen Musikgesellschaft : Musizieren zwischen ernst und klassisch

Von Brahms bis zur Eigenkomposition: Konzert der Städtischen Musikgesellschaft ist Plattform für viele Musiker

Eschweiler musiziert – zwei Worte bringen das Vorhaben auf den Punkt. Die Städtische Musikgesellschaft Eschweiler will ein besonders Konzert von Musikern aus der Indestadt, und die sind nicht rar. Über 60 Akteure werden beim Open-Air-Konzert am Samstag, 7. September, 19 Uhr, auf dem Schulhof des Städtischen Gymnasiums musizieren, eine Reise durch verschiedene Genres.

Letzte Proben

Jeremy Hulin ist nicht der einzige Kopf, der das Vorhaben zum Ziel führen soll. Namhaft die Person, professionell die Engagements – Hulin leitete am Montagabend bei einer der letzten Proben den Chor des Städtischen Gymnasiums, für den sich normalerweise Doris Sommer verantwortlich zeigt. „Nach ihrem schweren Unfall ist sie auf dem Weg der Besserung und grüßt euch herzlich.“, entschuldigte der dritte im Bunde, Thomas Graff, Doris Sommer.

Das Trio Hulin, Sommer und Graff sind nur drei Namen. Neben den Musikern werden am Samstagabend um 19 Uhr auch vier Tänzerinnen das Open-Air-Konzert gestalten. Sie bilden zwar nicht den kompletten, aber doch einen erheblichen musikalischen Querschnitt der Indestadt ab.

Der Großteil der Musiker findet sich in den Ensembles des Orchesters und des Chors wieder. Klassisch beginnt die Städtische Musikgesellschaft mit Brahms Requiem, ein Vorgeschmack auf das Konzert im November. „Weniger ernst wird es aber auch“, schmunzelt Hulin. Mit dem Chor und seinen Solisten wird es zunächst poppiger, der Setplan bahnt sich seinen Weg mit einem Klarinetten-Konzert zurück zu Klassischem.

Eigene Kompositionen und Arrangements werden auch bei dem Konzert zu hören. Simon Havelke schrieb das Ballettstück „Elfenreigen“, das erstmalig aufgeführt wird und von Tänzerinnen bereichert wird.

Ein Querschnitt durch die Genres, aber genauso eine Bandbreite an Instrumenten, die zum Einsatz kommen: Neben den orchestralen Klängen wird Robin Schroif an der Gitarre ein Konzert im Konzert spielen und später von Jeanne Jansen gesanglich ergänzt.

Einer, der als gebürtiger Hehlra-
ther Berufsmusiker wurde ist Bert Conzen. Als Posaunist spielt er unter anderem in der Big Band der Bundeswehr und wird nun in seiner Heimat musizieren.

Nicht umsonst wurde also der Name „Eschweiler musiziert“ bereits im Vorjahr gewählt. „Wir möchten Künstlern aus Eschweiler eine Plattform geben, auf der sie ihr musikalisches Können präsentieren können“, erklärt Dirigent Hulin.

Die Organisatoren versprechen eine einmalige Atmosphäre mit unterschiedlichen Facetten von Eschweiler Musikern. Unter ihnen: die Inde-Singers. Für ihren runden Geburtstag schrieb Havelke für vier ihrer Lieder Orchester-Arrangements.

Nur zwei dieser vier Lieder wurden letztes Jahr gezeigt, die anderen gibt es am Samstag zu hören, ehe das große Finale mit allen Akteuren folgt. Zwischen ernst und lustig, klassisch und locker wird das ganze Treiben, hoffentlich bei mildem Wetter, in einem beschwinglichen Walzer ausklingen.

Der Eintritt ist frei. Bei Regen findet das Konzert in der Schulaula statt.

(mah)
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