Franz-Liszt-Gesellschaft: Musikvereinigung findet in Herz-Jesu-Gemeinde neue Heimat

Franz-Liszt-Gesellschaft : Musikvereinigung findet in Herz-Jesu-Gemeinde neue Heimat

Die Uhr zeigte kurz nach elf an, als Dr. Axel Gerick am Sonntagvormittag eine Klaviertaste drückte, somit um Aufmerksamkeit bat und eine neue Ära der Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler einläutete.

Der 1. Vorsitzende der Musikvereinigung begrüßte die Gäste zu einer offenen Mitgliederversammlung in der säkularisierten Kirche Herz-Jesu in Eschweiler-Ost, die von nun an die Heimat für die musikalischen Aktivitäten der Gesellschaft sein wird.

Standesgemäß startete die Versammlung mit einem kurzen Konzert, dessen Protagonisten die musikalischen Aushängeschilder Violetta Palatinus und József Ács waren. Letztgenannter eröffnete den Hörgenuss an der Orgel mit einer Interpretation der Toccata und Fuge in D-Moll von Johann Sebastian Bach. „Eines der wohl berühmtesten Werke der Musikgeschichte und dem Anlass angemessen“, betonte Dr. Axel Gerick augenzwinkernd.

Begleitet von József Ács wandelte kurz darauf Violetta Palatinus an der Querflöte auf den Spuren von Johann Joachim Quantz und dessen zweitem und dritten Satz aus dem Flötenkonzert G-Dur. Anschließend stiegen die beiden Ausnahmemusiker von der Orgelempore herab, um nun auch vor den Augen der Gäste zu brillieren. József Ács brachte am Klavier die F-Moll Etüde von Frédéric Chopin sowie (gleich zwei Mal) den „1. vergessenen Walzer“ aus dem Spätwerk von Franz Liszt zu Gehör. Gemeinsam luden die beiden Interpreten dann abschließend mit der „Ungarischen Fantasie“ von Albert Franz (Ferenc) Doppler zum Träumen ein.

Franz-Liszt-Gesellschaft

Nach einer Pause blickte Dr. Axel Gerick dann zunächst in die jüngere Vergangenheit zurück, um sich wenig später der nahen Zukunft zu widmen. Im vergangenen Jahr stand neben zwei hochkarätigen Konzerten eine Reise nach Weimar auf dem Programm, wo sich die Mitglieder der Franz-Liszt-Gesellschaft an die Fersen ihres Namensgebers hefteten.

In diesem Jahr wirft die für Samstag, 9. November, geplante Operngala, die sich unter Mitwirkung des Dirigenten Janos Ács sowie des Sängers Hrólfur Saemundsson dem Thema „Léon Carvalho“ widmen wird, bereits ihre Schatten voraus. „Und in 2020 kann sich natürlich auch die Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler nicht dem Beethoven-Jahr verschließen“, so der Vorausblick des Vorsitzenden. Erneut seien zwei Konzerte vorgesehen. „In dieser Hinsicht stehen wir in Gesprächen mit den Verantwortlichen des Orchesters der Musikhochschule Aachen sowie der Wiener Franz-Liszt-Gesellschaft“, so Dr. Axel Gerick. Apropos Wien:

Im Frühjahr des kommenden Jahres plant die Franz-Liszt-Gesellschaft eine Exkursion in die Hauptstadt Österreichs.

(ran)
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