Eschweiler: Mundartbands wollen „Virus musicalus“ verbreiten

Eschweiler: Mundartbands wollen „Virus musicalus“ verbreiten

Wenn die Verantwortlichen des Jecke-Tön-Projekts (JTP) auf eben diesen musikalischen Leckerbissen an Weiberfastnacht hinweisen möchten, tun sie dies für gewöhnlich in kleiner Runde. Nicht nur Lothar Müller, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle an der Marienstraße, war daher über den großen Auflauf in der Geschäftsstelle am Mittwochabend ein wenig überrascht.

„Schuld“ an dem großen Auflauf war einer, der normalerweise seine Finger sehr intensiv in Sachen JTP im Spiel hat: Christian Leuchter. Der ist in diesem Jahr bekanntermaßen als Prinz unterwegs. Günter Secker von den Kröetsch hat Leuchters Aufgaben dieses Mal übernommen, und er freut sich gemeinsam mit den anderen Musikern auf die 16. Auflage des JTP, das von der Sparkasse gesponsert und von unserer Zeitung präsentiert wird.

Prinz Christian III. war mit Zeremonienmeister Frank und Gefolge vorbeigekommen. Die Mitglieder der Bands, die am 27. Februar für gute Laune sorgen werden, hatten sich ebenfalls in Schale geschmissen. Fünf Bands werden bei der 16. JTP-Auflage auf der Bühne an der Marienstraße für gute Laune sorgen.

De Kröetsch: Erstmals wird Ralf Stolz als Bandmitglied dabei sein. Der Grund: Michael „Krawall“ Kaldenbach hatte im vorigen Sommer einen Unfall und kann auf der Bühne noch nicht wieder mitwirken. Seit dem 1. Januar ist Ralf Stolz nun offiziell der sechste Kröetsch.

Die goldenen Schuhe für die Auftritte seien bestellt, wie Günter Secker mit einem Lachen versicherte. Stolz wird auch nach der Rückkehr Kaldenbachs Mitglied der Kröetsch bleiben. Die Jecken erwartet an diesem Tag viel Altbewährtes und die neue Ballade „Nur mit dir“. Neben Ralf Stolz, Günter Secker und Michael Kaldenbach gehören Harald „Hucky“ Weiland, Gregor „Evsky“ Wroblowsky und Sebastian Schmidt zur Band.

De Fröngde: Mit einem neuen Lied kann das Quintett in dieser Session nicht dienen, mit bester Stimmung aber natürlich sehr wohl. Das Lied „Mädche he vam Rhing“ aus der Session 2005/06 wird in neuem Gewand präsentiert. „Hoppe Hoppe Reiter“ wird sicher wieder ebenso gut ankommen, wie das traditionelle Medley der Band. De Fröngde, das sind: Thomas Vendel, Bernd Bernholz, René Hoppenreis, Axel Kurth und Stephan Meeßen.

Stabelsjeck: „Wir haben ein eigenes Lied. Ob wir es spielen, wissen wir noch nicht“, kündigten die Musiker am Mittwoch an. Dirk Deutschle, Udo Wagemann, Harald Kommer, Volker Fulst, Daniel und Günter Butterweck werden mit dem gewohnten Programm unterhalten.

Im Karneval groß geworden, bietet die Band nicht nur Mundart, sondern auch ein reichhaltiges Programm mit Partyhits der 60er bis 90er Jahre. Ob Beatles, Status Quo, Bläck Fööss oder Höhner; hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nach der Session wolle Harald Kommer zurücktreten. Die anderen Musiker kommentierten das mit dem Kommentar: „Das hat er schon oft gesagt.“

Puddelrüh: Christian Schulze und Engelbert Gey verstärken die Band um Deddi Köhne, Tom Lammertz, Stefan Frank und Marcus Rothkranz. Im Großen und Ganzen werden die Musiker in dieser Session und somit auch an Weiberfastnacht auf Altbewährtes zurückgreifen. Ein Neues Lied gibt es, weil Bandmitglied Marcus Rothkranz mit dem Rauchen aufgehört hat.

Indesingers: Die Band, in der normalerweise Christian Leuchter entscheidend mit den Ton angibt, ist in diesem Jahr weniger auf den Bühnen präsent. Eben weil sie „ihren“ Prinzen begleiten. Im Gepäck haben die Musiker den Titel „Loss mer singe“, mit dem sie auch beim gleichnamigen Wettbewerb an den Start gehen. Und wer hat „Loss mer singe“ geschrieben? Richtig: Christian Leuchter, der neben Guido Kuth, Matthias Junk, Heribert Dahlen, Günter Lenzen, Jürgen Göbbels und Dominik Thomé zur Band gehört.

Auf all das und mehr können sich die Karnevalsjecken freuen, wenn das Jecke-Tön-Projekt am 27. Februar um 11.11 Uhr startet. Erneut wird in einem abgesperrten Areal gefeiert, und auch Gläser sind wieder verboten, betonte Lothar Müller am Mittwoch. „Wir bitten alle, sich auch daran zu halten“, fuhr er fort. Die Toiletten der Sparkasse sind zudem wieder für die Besucher geöffnet. Es sei alles bestens vorbereitet, um den „Virus musicalus“ zu verbreiten.

Ganz auf Christian Leuchter auf der müssen die Karnevalisten natürlich nicht verzichten, denn der Narrenherrscher wird den Jecken selbstverständlich einen Besuch abstatten. Gute Laune ist also an Weiberfastnacht an der Marienstraße garantiert. Und im kommenden Jahr ist auch Christian Leuchter sicher wieder mittendrin im Jecke-Tön-Projekt.

(tob)