Eschweiler: Mofa-Projekt: Rausch-Brille und frisierte Zweiräder

Eschweiler: Mofa-Projekt: Rausch-Brille und frisierte Zweiräder

„Ich möchte nicht mehr auf meine Eltern angewiesen sein.“ „Ich habe keine Lust mehr, jeden Tag mit dem Bus zu fahren.“ „Ich brauche den Roller, um täglich damit zur Schule zu fahren“. Das sind einige der Antworten der Jugendlichen auf die Frage von Fahrlehrer Harald Seeger, warum sie sich für ein Mofa beziehungsweise einen Roller entschieden haben.

Die 25 jungen Verkehrsteilnehmer hatten sich für ein freiwilliges Mofa-Projekt der Fahrschule Seeger, der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Eschweiler und der Willi-Fährmann-Schule angemeldet, bei dem sie am Samstag in einem theoretischen und einem praktischen Teil zusätzlich neben ihrer Führerscheinprüfung jede Menge über den Umgang mit ihren motorisierten Gefährten lernten.

Der Fokus lag dabei besonders auf sozialem Verhalten im Straßenverkehr und der Sicherheit. Mit Hilfe einer Rausch-Brille, die die eingeschränkte Sicht und das beeinflusste Gleichgewichtsvermögen während eines Alkohol- oder Drogenrausches simuliert, wurde den jungen Leuten nochmals die Gefahr des Fahrens unter Einfluss von Rauschmitteln mit ihren Zweirädern aufgezeigt.

Auch die dann eingeschränkte Reaktionszeit war ein Thema. Dazu besuchte Hauptkommissar Rolf Krause die Gruppe in der Willi-Fährmann-Schule. Der Beamte redete mit den Jungen und Mädchen über die Gefahren , sowie die rechtlichen Folgen bei technisch illegal „frisierten“ Fahrzeugen.

Anschließend ging es mit von der Fahrschule Seeger gestellten Rollern und Mofas dann auf einen großen und einen kleinen Parcours auf dem Schulhof der Förderschule. Hier lernten die Kradfahrer dann noch einmal in der Praxis den richtigen Umgang mit ihren Zweirädern.

Die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß und gingen am Ende mit neuen Erkenntnissen über den richtigen Umgang mit ihren Gefährten im Straßenverkehr nach Hause.

(tim)