Eschweiler: Mit Schaufel und Pinsel: Neue Blumen, Bänke und Symbole am See

Eschweiler: Mit Schaufel und Pinsel: Neue Blumen, Bänke und Symbole am See

Viele Jahrzehnte lang baggerte der RWE-Vorgänger Rheinbraun dort Kohle ab. Dies ist inzwischen 20 Jahre her. Am Donnerstag rückte die Nachfolge-Generation der RWE-Mitarbeiter mit Schaufel und Pinsel an: Im Rahmen des Projekts „Aktiv vor Ort“ arbeiteten sie einen Tag lang kreativ am Blausteinsee.

Sie stellten Holzsitzbänke auf, setzten Blumenzwiebeln, markierten die Rad- und Skater-Strecke neu und schnitten zwei Frischluftschneisen frei. Unterstützt wurden die RWE-Mitarbeiter von der Blausteinsee-GmbH und dem Segelklub Eschweiler.

„Dies ist ein für uns wichtiges Gemeinschaftsprojekt, bei der wir nicht nur als Team zusammenwachsen, sondern dabei auch etwas für die Öffentlichkeit machen“, umschrieb RWE-Mitarbeiter André Bauguitte den Hintergrund der Aktion. Er stand Pate für den Einsatz am Blausteinsee. Alleine im vergangenen Jahr wurden im Rheinischen Revier 160 Projekte von Gruppen und Einzelpersonen initiiert. Seit dem Start von „Aktiv vor Ort“ im Jahr 2005 wurden sogar 1750 gemeinnützige Aktionen auf den Weg gebracht.

Konkret in Eschweiler krempelten 25 Mitarbeiter der Abteilung der Unternehmenskommunikation von RWE Generation die Ärmel hoch — auch aus den Niederlanden waren welche angereist. Mehr als 600 Zwiebeln von Krokussen, Narzissen und Hyazinthen setzte eine Gruppe in den Hang vor dem Seezentrum. Sie werden im kommenden Frühjahr für Farbenpracht sorgen.

Weitere Projektteilnehmer machten sich daran, zwei schwere Holzbänke am Ufer aufzustellen. Sportlich betätigten sich einige, die auf Rollerblades die Zehn-Kilometer-Strecke abfuhren und mit blauer Farbe und Symbolen markierten. Blieb noch das vierte Team, dass sich darum kümmerte, eine Frischluftschneise freizuschneiden. Mitarbeiter der RWE-Forstwirtschaft halfen tatkräftig mit. Bei sommerlichen Temperaturen war dies eine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit.

Unterstützt wurden die Gruppen von Mitarbeitern der Blau­steinsee GmbH. Deren Geschäftsführer Hermann Gödde freute sich natürlich über das Engagement der RWE-Mitarbeiter und nutzte die Gelegenheit, an die Vergangenheit des Blausteinsees zu erinnern, nämlich an den Tagebau Zukunft, der sich dort bis Ende der 80er Jahre befunden hat, ehe nach der Rekultivierung das Restloch mit Wasser gefüllt wurde. Die Aussichtsplattform weist in Form eines Absetzers noch heute auf die Kohle-Vergangenheit des Sees. „Die Entscheidung gegen eine Zuckerrübensteppe an dieser Stelle kann man nur begrüßen“, sagte Gödde.

Am Nachmittag kamen die RWE-Mitarbeiter nach getaner Arbeit nochmal am Vereinsraum des Segelklubs zusammen, wo Jutta Pletz, die am Donnestag zudem Geburtstag hatte, wie schon beim Start am Morgen alles bestens vorbereitet hatte.

(pan)