Eschweiler: Mit Allergien richtig umgehen

Eschweiler: Mit Allergien richtig umgehen

„Allergie - das richtige Management” ist das inzwischen bereits 33. Medizin-Forum unserer Zeitung überschrieben, zu dem wir in Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital und niedergelassenen Ärzten für Dienstag, 14. Juli, in den Talbahnhof einladen. Der Informationsabend unter der bewährten Leitung von Professor Dr. Carl-Johannes Schuster beginnt um 19 Uhr.

Allergien sind eine typische Zivilisationskrankheit. In der so genannten Dritten Welt, wie z.B. in Papua Neuguinea, waren Allergien bis 1970 nahezu unbekannt.

Nach Schätzungen des Allergiker und Asthma-Bundes leiden ca. 30 Millionen Deutsche an einer Allergie mit jährlich steigenden Zuwachsraten.

Man kann davon ausgehen, dass die Allergien pro Jahrzehnt um ca. 30 Prozent zunehmen. Dies gilt auch für schwere Erkrankungen wie Asthma und Neurodermitis.

Neurodermitis ist ein Sammelbegriff für stark juckende Dermatosen (Hauterkrankungen), bei denen die Beteiligung des Nervensystems vermutet wird.

Nach der amerikanischen Asthma- und Allergie-Foundation ist Asthma die einzige chronische Krankheit neben Aids mit zunehmender Sterblichkeit. Als Ursache für die Zunahme der Allergien wurden lange Zeit einzig Umweltschadstoffe verantwortlich gemacht.

Allergologen verdächtigen heute aber auch unser übertriebenes Umweltbewusstsein. In isolierten, überheizten Räumen sammeln sich besonders z.B. Hausmilben und Tierallergene an, die häufig allergieauslösend sein können.

Nach Angabe des Allergiker- und Asthma-Bundes ist inzwischen jeder dritte Deutsche Allergiker.

Im einzelnen: Von der Gesamtbevölkerung leiden 12 Prozent an Heuschnupfen, 10 Prozent an Asthma, 9 Prozent an Kontaktallergien, 5 Prozent an Nahrungsmittelallergien, 4 Prozent an Neurodermitis und 4 Prozent an Insektengiftallergien.

Die unterschiedlichen Erscheinungsweisen einer Allergie erfordern auch eine fachübergreifende Zusammenarbeit von Ärzten, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Dies ist nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Allergiespezialisten, wie Dermatologen, HNO-Ärzten, Pulmonologen und anderen hochspezialisierten Allergie erfahrenen Ärzten möglich.

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