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Eschweiler: Mindestens 47 Häuser am Mühlenweg

Eschweiler : Mindestens 47 Häuser am Mühlenweg

Kinzweiler wächst. Noch in diesem Monat soll der Planungsausschuss des Stadtrats mit einem Beschluss zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung dafür sorgen, dass am Begauer Mühlenweg möglichst bald die Bagger anrollen können.

Dort sollen nach derzeitigem Planungsstand mindestens 47 Wohnhäuser entstehen - einige mehr sind durchaus denkbar.

Fünf Hektar groß

Rund fünf Hektar groß ist das Gelände am Begauer Mühlenweg, das sich im Besitz der Stadt und der Strukturförderungsgesellschaft Eschweiler befindet. Freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sollen hier entstehen - die meisten mit Gärten und Terrassen in Südlage.

Zuvor allerdings muss dem Hochwasserschutz genge getan werden: Das Plangebiet liegt in einem Hang, auf dem Niederschlagswasser auch bisher bereits Probleme bereitet.

Von der Pferdegasse als tiefstem Punkt aus steigt es in Richtung Westen und Nordwesten um rund 10 Meter an. Eine weitgehende Versiegelung der Fläche würde die Problematik verschärfen und erhebliche Schäden verursachen können - dem muss vorgebeugt werden.

Gefragte Wohnlage

Dass die zwischen 300 und 450 Quadratmeter großen Baugrundstücke schnell Liebhaber finden werden, daran herrscht im Rathaus kein Zweifel: Die schnelle Vermarktung des Baugebiets an der Festhalle zeigt, dass Kinzweiler ein gefragtes Fleckchen ist. Das Plangebiet liegt zum überwiegenden Teil im Landschaftsschutzgebiet und in direkter Nachbarschaft zur Motte Mühlenbongert, die Teil des Grünzugs ist, der vom Merzbachtal über Friedhof, Kirche und Motte Kalvarienberg bis zur Kinzweiler Burg führt.

„Dieses siedlungshistorisch bedeutsame Aufeinanderfolgen ortsbildprägender Elemente schafft eine einzigartige Qualität für die Ortslage Kinzweiler”, heißt es in der Verwaltungsvorlage zum Bebauungsplan K254.

Weitergehende Vorstellungen

Ein Bebauungsplan, den die Verwaltung mit Vorrang betreibt. Da mussten weitergehende Vorstellungen, wie sie Kinzweilers SPD vorgetragen hat, warten. Die SPD hatte vorgeschlagen, auch an der nahen Ackerstraße ein großflächiges Baugebiet zu schaffen.