Eschweiler: Mehr Treffpunkte und mehr Busse für Eschweiler

Eschweiler : Mehr Treffpunkte und mehr Busse für Eschweiler

„Was stört Dich in Eschweiler? Was läuft super? Wie wird Deine Stadt schöner?“ Mit diesen und vielen anderen Fragen rund um die Situation von Jugendlichen in der Indestadt beschäftigten sich rund 60 junge Besucher ab zwölf Jahren bei der Auftaktveranstaltung zum ersten Eschweiler Jugendforum.

Dazu eingeladen hatte die Arbeitsgruppe „Jugendpartizipation Eschweiler“ gemeinsam mit den Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Eschweiler. In gewollt lockerer Atmosphäre versammelten sich am Nachmittag bereits einige Schüler im Treffpunkt „Check In“ an der Hehlrather Straße.

Dort konnten sie bei leckeren alkoholfreien Cocktails, die die „Feierstarter“ zur Verfügung stellten, und kleinen Snacks ihre eigenen Ideen einbringen, die Situation junger Menschen in der Indestadt diskutieren und Fragebögen zu den Themen „Freizeit“, „Politik“ und „Schule“ beantworten. Dies konnten sie in digitaler Form mit Hilfe von Tablet-Computern machen, oder aber auch ganz altmodisch zu Stift und Papier greifen. Und hier gab es auch gleich schon die erste Überraschung, wie Christian Kolf, von der Mobilen Jugendarbeit berichtete, denn die Mehrzahl der Teilnehmer der Generation „Digital Native“ nutzte nicht wie erwartet die Computer, sondern füllte die Fragebögen lieber mit Kugelschreiber oder Bleistift aus.

Die am meisten diskutierten Themen an diesem Abend waren die Schule und die Verkehrssituation beziehungsweise die Mobilität der Jugendlichen. Aber auch das Fehlen von öffentlichen Treffpunkten für junge Menschen beschäftigt die Jugendlichen.

So auch die 17-jährige Anna Vogts, die die Bischöfliche Liebfrauenschule in Eschweiler besucht, und sich mehr Sitzecken für junge Menschen im öffentlichen Raum wünscht. Die gleichaltrige Jeanette Cigelj, Schülerin der Europaschule in Langerwehe, zeigte sich zum einen erfreut über das große Angebot an Sportvereinen, bemängelte aber gleichzeitig fehlende Busverbindungen zu späterer Stunde. So seien feiernde Jugendliche ab einer bestimmten Uhrzeit immer auf teure Taxen angewiesen, da einfach kein Bus mehr fahre. 33 Mitglieder der Arbeitsgruppe „Jugendpartizipation Eschweiler“ haben rund ein halbes Jahr an der Planung gearbeitet. So war die Veranstaltung nur der Auftakt zu einem „Jugendforum Eschweiler“, welches in Zukunft vier Mal im Jahr stattfinden soll.

Auch Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung werden dann an den Treffen teilnehmen und gemeinsam mit den Schülern Probleme diskutieren und nach Lösungen suchen. Der Abend endete um circa 22 Uhr.

Nun müssen die Fragebögen, die die Jugendlichen fleißig ausgefüllt haben, noch ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden für Freitag, 11. Mai, erwartet. Doch bereits jetzt kann man sagen, dass das Jugendforum ein Erfolg war: die Resonanz der jungen Leute war durchweg positiv.

(tim)
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