Eschweiler: Mega-Polonaise durch die City

Eschweiler: Mega-Polonaise durch die City

Andy vom Mars machte aus seiner Bewunderung keinen Hehl: „Ich komm´ ja aus Wuppertal und kenn´ dat garnicht so. Das ist ja der Wahnsinn in Eschweiler - noch viel besser als in Kölle!” Andy vom Mars heißt eigentlich Andy Scharf und war am Sonntagnachmittag der Virtuose an der Waage.

Genauer gesagt, der Mann, der auf der Marktbühne den künftigen Narrenherrscher Prinz Marco I. (Zimmermann) und seinen designierten Zeremonienmeister Hans-Willi (Huth) in verführerisch süße Schokolade aufwog. Der Moderator einer großen Handelskette war in vielfacher Hinsicht ein Paradiesvogel. Nicht nur der zukünftigen Tollität wurde ausgesprochen warm ums Herz.

Schmissige Musik

Es war der Wahnsinn - in der Tat. Denn als die Indestadt am Sonntag ihr Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag und den traditionellen Tag des Karnevals feierte, schien sie regelrecht zu schunkeln. Menschenmassen machten eine Polonaise durch die City. Und das bei schmissiger Musik von Eischwieles Spielmannszügen, Fanfarencorps und Brasselskapellen.

Fröhliche Gesichter, wohin man blickte, denn Eschweiler hatte einiges zu bieten. Zahlreiche Stände und Fahrgeschäfte verwandelten die Innenstadt in einen Basar für alle Sinne. Soll heißen: Es gab viel zu bestaunen, zu hören und zu genießen.

Aber auch Eschweilers Geschäftsleute trugen einen großen Teil dazu bei, dass es in der City am Sonntag so richtig brummte. So lockten sie etliche Tausend Stadtfestbesucher mit attraktiven Aktionen und Schnäppchen. Viele von ihnen hatten nicht nur in den Läden alles „stadtfestschön” dekoriert, sondern auch vor ihren Türen Stände aufgebaut. Dicke Menschentrauben versammelten sich, als sich dort die Glücksräder drehten, Gutscheine und Luftballons verteilt und die Kleinen mit bunten Luftballons beglückt wurden.

Ja, die Geschäftsinhaber haben es zum Herbst-Stadtfest mal richtig krachen lassen. Denn ordentlich Prozente für jeden Einkauf gab es fast überall. Der Dank folgte auf dem Fuße, denn als die Läden um 13 Uhr ihre Türen öffneten, schoben sich bereits die Menschenmassen bei strahlendem Sonnenschein durch die Innenstadt. Und viele von ihnen trugen dicke Tüten nach Hause. Die Kassen dürften also in den Geschäften geklingelt haben. Zumindest bei den meisten. Denn es gab ja auch Konkurrenz in der Nachbarstadt Aachen, die ebenfalls am Sonntag zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatte. Davon dürfte die Indestadt aber nicht viel gemerkt haben.

Der Einkaufsbummel am Sonntag war ein besonders schöner, denn das Karnevalskomitee und der Citxmanagement-Verein hatten für ein Programm gesorgt, das nicht nur die beliebten Fußgängerzonen belebte, sondern auch den Marktplatz und das City-Center mit Menschen füllte. Überall wurden die Stadtfestbesucher mit kalten und warmen Getränken versorgt. Überall gab es kulinarische Leckereien, wie frische Reibekuchen, Rostbratwürstchen, Pommes, frische Waffeln, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Paradiesäpfel, Lebkuchenherzen, Berliner Ballen, Krapfen, Muzen und vieles mehr.

Und während Papa und Mama sich schunkelnd in die Arme nahmen und Eschweilers Musikgruppen lauschten, drehten die kleinen Stadtfestbesucher ordentlich Runden auf den Karussells und ließen sich vom Bungee-Trampolin in schwindelerregende Höhen katapultieren. Ein Stadtfest also, das der ganzen Familie Spaß bereitete.

Das Sahnehäubchen auf ein gelungenes Stadtfest bildete schließlich die Aktion am Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz: Denn es gab nicht nur kiloweise Süßigkeiten für Prinz und Zeremonienmeister, die die gespendeten Schokoriegel demnächst unters närrische Volk werfen, sondern auch für die Stadtfestbesucher. „Macht jetzt mal alle mit und nehmt mal die Hände in die Höhe, denn jetzt regnet es auch Kamelle für Euch”, rief Andy vom Mars in die jubelnde Menschenmenge. Und das brauchte der lustige Moderator nicht zweimal zu sagen. Eschweilers Narren ließen ihn nicht alleine im Schokoladenregen stehen und streckten die „Hände zum Himmel” und ließen Rosenmontagszugstimmung im November aufkommen.

Das Stadtfest hatte seinen Namen mehr als Verdient: Tag des Karnevals - ein kleiner Vorgeschmack auf eine herrliche Karnevalssession in Eischwiele!