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Medizinforum unserer Zeitung am 19. November

Medizinforum unserer Zeitung : Knieschmerzen – was tun bei Verschleiß, Entzündung, Verletzung?

Das nächste Medizinforum unserer Zeitung befasst sich am Montag, 19. November, mit dem Thema „Knieschmerzen – was tun bei Verschleiß, Entzündung, Verletzung?“

Ein erfahrenes Expertenteam (Dr. Markus Schlächter, Euregio-Reha-Zentrum Eschweiler: Einführung in Anatomie und Diagnostik des Kniegelenkes; Klaus Geller, Praxis: Konservative Behandlung; Dr. Oliver Heiber, St.-Antonius-Hospital Eschweiler: minimal-invasive operative Behandlung, und Dr. Ture Wahner, St.-Antonius-Hospital Eschweiler: das künstliche Kniegelenk) unter der Leitung von Dr. Eberhardt Schneider steht dabei unseren Lesern wieder Rede und Antwort. Beginn ist um 19 Uhr im Talbahnhof.

Gelenke – wie sind sie entstanden und wie funktionieren sie? Am Anfang der Entwicklung tierischen Lebens standen einfache Geschöpfe, zunächst aus wenigen, später aus immer mehr Zellen, die sich zu weichen Organismen zusammenfügten. Diese Lebewesen kommen zum Teil noch heute vor, und jeder kennt sie. Es sind Quallen, Schnecken, Würmer und viele mehr, in deren Innerem man vergeblich nach einem verstärkenden Gerüst sucht, wie es weiter entwickelte Tiere haben: ein Skelett, entweder als äußere Hülsen, wie bei Krebsen, Spinnen oder Insekten, oder als innere Knochen, etwa bei Lurchen, Reptilien, Vögeln oder Säugetieren – und eben auch bei uns, den Menschen.

Diese Knochen stabilisieren den Körper so, dass er sich zum Beispiel gegen die Schwerkraft aufrichten und fortbewegen kann. Dazu müssen die Einzelteile des Skeletts (beim Menschen etwa 210 an der Zahl) aber miteinander beweglich verbunden sein. Eine solche Verbindung nennen wir ein Gelenk. Davon gibt es alles in allem weit mehr als 200, verteilt über alle Regionen – vom Kopf über den Rumpf bis zu den Armen und Beinen. Sie dienen einer Fülle von Aufgaben, vom Greifen bis zum Laufen, vom Atmen bis zum Essen, vom Sprechen bis zum Hören.

Die kleinsten Gelenke finden sich zwischen den Gehörknöchelchen, die größten an den Knien. Sie sind alle nach einem ähnlichen Muster aufgebaut: Die dort zusammen kommenden Knochen tragen einen Knorpelüberzug, sie werden von Bändern zusammen gehalten, über Sehnen von Muskeln bewegt, durch eine Schleimhaut geschmiert und mit einer Kapsel verschlossen – wahre Wunderwerke der Biologie, die im Verlauf eines Lebens Millionen Male funktionieren müssen, aber eben deshalb auch anfällig sind.

Besonders zu leiden haben die Gelenke, die große Lasten bewältigen, insbesondere die Gelenke der unteren Extremitäten. Dadurch, dass der Mensch sich im Verlauf seiner Entwicklung aufgerichtet hat, müssen (zusammen mit den Hüftgelenken) vor allem die Kniegelenke besonders viel ertragen. Gerade sie sind es, die, sei es durch Überlastung, aber auch durch Unfälle und viele andere Einflüsse, erkranken können, im wahrsten Sinne des Wortes „in die Knie gehen“.