Eschweiler: Medizinforum: Experten sprechen über Knieschmerzen

Eschweiler: Medizinforum: Experten sprechen über Knieschmerzen

An sich ist es schon erstaunlich, wie lange und relativ klaglos sich die Gelenke so durch ihr viele Jahrzehnte dauerndes Leben bewegen — sicher da und dort mit vorübergehenden kleineren Betriebsstörungen, aber zumeist doch recht zuverlässig. Es müssen schon erheblichere Einflüsse sein, die ein Gelenk aus der Bahn werfen.

Zu allererst sind hier Belastungen, genauer: Überlastungen zu nennen. Gerade die Kniegelenke werden oft Opfer derartiger Überforderungen und reagieren darauf wie technische Produkte: Sie verschleißen. Das Medizinforum unserer Zeitung in Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital informiert am Dienstag, 3. November, ab 19 Uhr im Talbahnhof, zum Thema „Knieschmerzen... was tun?“.

Unter der bewährten Leitung von Dr. Eberhardt Schneider, Chefarzt und Ärztlicher Leiter des Euregio-Reha-Zentrums und Leiter der ambulanten orthopädischen Rehabilitation am St.-Antonius-Hospital, stehen Dr. Klaus Geller, niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg, Dr. Oliver Heiber, Chefarzt und Leiter des Regionalen Traumazentrums und Koordinator des Endo-Prothetik-Zentrums Eschweiler, Dr. Ture Wahner, Chefarzt und Leiter des Endo-Prothetik-Zentrums Eschweiler, Dr. Markus Schlächter, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Norbert Schallenberg, Oberarzt in der Klinik für Rehabilitation, unseren Lesern Rede und Antwort.

Hauptsächlich das eigene (zu hohe) Körpergewicht ist daran schuld, aber auch Fehlbelastungen durch Arbeit und Sport. Einen Gelenkverschleiß nennt man Arthrose. Hierbei wird vor allem der Gelenkknorpel angegriffen und verbraucht. Aber auch weitere Gelenkbestandteile, wie die Menisken, die Knochen und die Gelenkschleimhaut, reagieren mit. Störendes und deshalb besonders lästiges Hauptsymptom sind dann die Schmerzen, oft verbunden mit weiteren Anzeichen, wie Gelenkschwellungen, Verformungen und einem Verlust an Beweglichkeit. Darüber hinaus können auch Unfälle dem Kniegelenk schwer zusetzen.

Wenn Bänder oder Menisken reißen, der Knorpel splittert oder gar der Knochen bricht, sind die vorher noch so gut gehenden Kniefunktionen plötzlich aufs Heftigste gefährdet und damit auch die Mobilität des Patienten. Dasselbe gilt, wenn Gelenke Opfer einer Entzündung werden. Zumeist reagiert hierbei die Gelenkschleimhaut äußerst schmerzhaft, wie etwa bei einem Gichtanfall oder bei anderen sogenannten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, zum Beispiel einer Polyarthritis.

Entzündungen der Gelenke heißen also — im Gegensatz zur Arthrose, dem Verschleiß — Arthritis. Sie können darüber hinaus auch durch Erreger wie Bakterien entstehen, die sich einerseits von andernorts im Körper hierher ausbreiten oder von außen durch Verletzungen, aber auch mittels Injektionen in das Gelenk hinein kommen. In einem solchen Fall ist eine rasche ärztliche Hilfe gefragt, um größere Schäden zu vermeiden.