Eschweiler/Straßburg: Martin-Schulz-Ehrung: „Sehr bewegende Momente” in Straßburg

Eschweiler/Straßburg: Martin-Schulz-Ehrung: „Sehr bewegende Momente” in Straßburg

Spannende Tage liegen nicht nur hinter Martin Schulz, dem neuen Präsidenten des Europäischen Parlamentes. Sondern auch hinter Rudi Bertram, Bürgermeister der Indestadt und seit Jahren mit Schulz befreundet. Ihn und seine Frau Hedi hatte Schulz persönlich zu seiner Wahl nach Straßburg eingeladen.

„Es waren sehr bewegende Momente”, reflektiert Rudi Bertram seinen ersten Besuch im Zentrum der europäischen Politik. „Es war allein hoch interessant, das gesamte Umfeld zu erleben, zu hören, wie Baroso fließend in drei Sprachen redete und wie Martin Schulz ebenso fließend in drei Sprachen antwortete. Und das genau so authentisch und direkt, wie wir alle ihn kennen.”

Trotz des vollen Programms: Martin Schulz nahm sich Zeit für seine Gäste, darunter neben Bertram Staatssekretär a.D. Achim Großmann, Aachens Ex-OB Jürgen Linden, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Städteregions-SPD-Fraktionschef Josef Stiel, Lehrer, Freunde, Nachbarn.

„Schulz kam immer wieder aus dem Plenarsaal zu uns, erklärte uns, was gerade ablief”, so Bertram, der sich aber auch überrascht zeigte, mit welch harten Bandagen in Straßburg gekämpft wird. „Da gab es Leute, die Schulz zur Wahl gratulierten und ihm quasi im selben Satz offen den Kampf ansagten. Das ist dann doch eine ganz andere Welt als wir sie hier kennen.”

Von Montagmorgen bis Dienstagabend waren Hedi und Rudi Bertram zu Besuch in Straßburg - zum ersten Mal. Sie nutzten die Gelegenheit zu einer Stadtbesichtigung, ehe am Montagabend ein Essen mit Martin Schulz folgte.

Bertrams Fazit des Kurzbesuchs: „Da wird - wenn auch drei-vier Etagen höher - genauso Politik gemacht wie auch bei uns im Rathaus.”

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