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Eschweiler-Neu-Lohn: Mariadorf dominiert bei tropischem Wetter

Eschweiler-Neu-Lohn : Mariadorf dominiert bei tropischem Wetter

Vor einem Jahr kämpften und spielten sich die Lohner Rhenanen durch die Vor-, Zwischen- und Vorschlussrunde des eigenen Blausteinsee-Cups, um im spannenden Finale schließlich gegen Jugendsport Wenau zu triumphieren.

Der Auftritt bei der 22. Auflage des Traditionsturniers fiel wesentlich kürzer aus: Als Titelverteidiger für die Zwischenrunde gesetzt, blieb der Aufsteiger in die Kreisliga A Düren am Mittwochabend ohne Punktgewinn. Im Derby gegen Fortuna Weisweiler unterlag die Mannschaft des neuen Trainers Zoran Horvath mit 1:3. Gegen den Bezirksligisten Alemannia Mariadorf zogen die Rhenanen mit 0:2 den Kürzeren. Zwischendurch hatten die Land-Alemannen die Weisweiler Fortunen mit 1:0 bezwungen, so dass Mariadorf als Sieger der Zwischenrundengruppe B am frühen Samstagabend (Anstoß 18 Uhr) im zweiten Halbfinale um den Einzug in das Endspiel kämpfen wird.

Gegen Bezirksligist Alemannia Mariadorf wehrten sich die Lohner Rhenanen (links) nach Kräften, konnten die 0:2-Niederlage jedoch nicht verhindern. Foto: Andreas Röchter

Bei einmal mehr tropischen Temperaturen ließ sich Rhenania Lohn in seiner ersten Partie gegen Fortuna Weisweiler vom Lokalrivalen kalt erwischen. Gerade einmal fünf Minuten waren absolviert, als Mike Pawlak den Ball nach einer langgezogenen Flanke per Kopfball nicht hart, aber platziert in das linke untere Eck des Rhenania-Tores zur Führung für Weisweiler beförderte.

Nach einer knappen Viertelstunde nahm Radouane Khidous, der vor wenigen Wochen noch mit Rhenania Lohn den Aufstieg gefeiert hatte, einen Pass in den gegnerischen Strafraum unter Bedrängnis an und überwand den herausstürzenden Torhüter Manfred Wangnick per Lupfer zum 2:0. Stefan Filster und Nassim Mhamdi verpassten die Gelegenheit, den Zwischenstand noch höher zu schrauben. Auf der anderen Seite stellte Pascal Cremer per Weitschuss Fortuna-Torhüter Daniel Bräuer vor nur geringe Probleme.

Stefan Filster mit der Entscheidung

Die von Schiedsrichter Rainer Koll verordnete Trinkpause schien dann jedoch die Lohner Lebensgeister geweckt zu haben. Sven Nowak verwandelte in der 25. Spielminute einen Foulelfmeter sicher zum 1:2-Anschlusstreffer.

Das Geschehen verlagerte sich nun mehr in die Weisweiler Spielhälfte, doch ein Kopfball der Rhenanen sowie ein Freistoß von Sven Nowak gingen jeweils über den Fortuna-Kasten. Eine gelungene Einzelaktion von Stefan Filster entschied dann in der 40. Minute die Begegnung: Der Fortuna-Spielführer fasste sich aus knapp 20 Metern ein Herz, zog ab und traf per Aufsetzer ins lange Eck zum 3:1.

Die Partie der Fortuna gegen Gruppenfavorit Alemannia Mariadorf stand zunächst ganz im Zeichen des Abwartens. Beide Mannschaften bemühten sich um den Ballbesitz, wurden jedoch vor dem gegnerischen Tor nicht gefährlich. Dies änderte sich in Minute 27, in der der Alemanne Lars Feuser quasi aus dem Nichts traf und Mariadorf in Führung brachte. Nun folgte ein offener Schlagabtausch. Sascha Jesse scheiterte mit einem Kopfstoß an Alemannia-Keeper Marcel Klein. Im Gegenzug tauchten gleich zwei Mariadorfer frei vor Daniel Bräuer auf, ohne den Ball über die Torlinie zu bringen.

Lohn startet mit Großchance

Während der Schlussoffensive erspielten sich die Fortunen weitere Chancen, doch sowohl Alex Weber als auch Sascha Jesse fehlte das notwendige Glück. Es blieb beim 1:0 für den Bezirksligisten, der sich in der abschließenden Partie gegen Lohn gleich in der ersten Minute einer Mehrfach-Chance der Gastgeber, die sich einiges vorgenommen hatten, ausgesetzt sah. Doch bei allem Elan nach vorne ließ sich die Rhenania-Defensive überrumpeln: Ein langer Schlag von Mariadorf-Torwart Marcel Klein flog über alle Lohner Akteure hinweg. Alessio Pinna nahm den weiten Pass auf, lief alleine auf Manfred Wangnick zu und überwand diesen mit einem souveränen Schuss ins lange Eck.

Die Rhenanen setzten zwar weitere Akzente nach vorne, unter anderem kam Michael Bongen zu einer Gelegenheit, doch konsequenter agierten erneut die Alemannen. Nach einem gut ausgespielten Konter musste Lars Feuser den Ball nur noch zum entscheidenden 2:0 über die Linie drücken. Alemannia Mariadorf steht damit im Halbfinale, Aufsteiger Rhenania Lohn hat noch vier Wochen Zeit, um bis zum Auftakt der Punktspielsaison in Form zu kommen.