1. Lokales
  2. Eschweiler

Malteser laden zur Pilgerreise nach Rom ein

Pilgerfahrt : Arm in Arm durch die Heilige Stadt Rom

Circa 800 Wallfahrer aus allen deutschen Diözesen sind jetzt durch die Heilige Stadt gepilgert. Sie nahmen an der Malteser-Romwallfahrt teil, die in diesem Jahr zum zwölften Mal von den Maltesern organisiert wurde und Menschen mit Behinderung und gesundheitlichen Einschränkungen ein unvergessliches Erlebnis in der Tiberstadt bieten sollte.

Neben einem Gros an logistischer Planung und Organisation erfordert so eine Wallfahrt vor allem viele helfende Hände, die sich liebevoll und mit großer Zuwendung um die Pilger mit Behinderung kümmern. Einer der zahlreichen Helfer der Malteser war Lukas Ritgens, der sonst als Stadtbeauftragter die Geschicke des Hilfsdienstes in Eschweiler lenkt.

In der Wallfahrtswoche stand Ritgens einem Blinden bei der Pilgerreise durch die Stadt und den Vatikan zur Seite. Ein vielseitiges Programm führte das Gespann zu den Attraktionen der italienischen Hauptstadt. Sie erkundeten Arm in Arm Historisches und Spirituelles an Straßen und Plätzen. In den einzigartigen Basiliken kehrten die beiden ein, um an den feierlichen Heiligen Messen teilzunehmen.

Nach den Heiligen Messen im Petersdom und in Sankt Paul vor den Mauern feierten sie diesmal auch eine Heilige Messe mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz, die für die vielen Wallfahrer den Höhepunkt der Wallfahrtswoche darstellte.

„Wenn man Arm in Arm eine Pilgerreise durchführt, lernt man sich schnell gut kennen.“ Ritgens war von den vielen Gesprächen mit seinem blinden Schützling sichtlich beeindruckt. „Es war immer wieder interessant zu erfahren, was er mir berichten konnte. Er nahm bereits zum vierten Mal an der Wallfahrt teil und konnte mir viele spannende Momente von vorherigen Wallfahrten schildern“, erklärt Ritgens. Etwa die fast schon traditionellen Konvoi-Fahrten der Reisebusse, die von der römischen Motorrad-Polizei durch das Stadtgebiet geleitet werden. Oder die unterschiedliche Akustik in den einzelnen Basiliken, die man als Blinder deutlich wahrnimmt. „Bei einem Auftritt einer Chorgruppe kamen wir direkt über den Klang und die unterschiedlichen Akustiken in den Basiliken ins Gespräch“, erinnert sich Ritgens.

Auch über den Gesamteindruck einer Romwallfahrt tauschten sich die beiden aus: „Mein fast blinder Pilger berichtete mir, dass die diesjährige Wallfahrt für ihn wieder sehr erlebnisreich war. Zwar nicht vergleichbar mit einem Urlaub, da das vielseitige wöchentliche Programm schon ein wenig herausfordernd ist. Am Ende der Wallfahrt stellte er fest, dass bislang jede Wallfahrt nach Rom sehr erfüllend für ihn war und er gerne erneut daran teilnehmen möchte.“ Ein positives Resümee, dem sich sein Helfer Lukas Ritgens nur anschließen kann.