Malteser in Eschweiler haben nun auch ein Motorrad im Einsatz

Klein, wendig und schnell : Malteser nun auch auf zwei Rädern im Einsatz

Statt wie bislang mit vier Rädern im Einsatz, sind die Malteser nun auch auf zwei Rädern im Dienst. Die Gliederung Eschweiler hat vor kurzem ihren Fuhrpark um ein Dienstmotorrad erweitert.

Klein, wendig und schnell- die Vorteile des neuen Fahrzeugs liegen auf der Hand: Bei Radrennen, Marathonläufen, Festumzügen und ähnlichen Sanitätsdiensten bietet das Motorrad einen raschen Zugang zu den Patienten. Das Motorrad ist schnell zur Stelle, wo Fußtrupps zu lange brauchen oder Rettungsfahrzeuge nicht durchkommen. Auch bei Katastrophenschutzeinsätzen ist das Krad von Nöten, etwa bei großen Verkehrsunfällen oder Staubetreuungen.

Klassische Aufgaben des Fahrzeugs sind Lotsendienste und Melde-und Botenfahrten. Das Krad kann aber auch in First Responder-Einsätze entsendet werden, um in Ersthelfer-Funktion rasch am Unfallort anzukommen. Dazu ist das Motorrad mit einer kleinen Notfalltasche, einem Defibrillator sowie Funk und GPS-Navigation ausgerüstet.

Für Botenfahrten steht meist zusätzlicher Stauraum zur Verfügung. Der Fahrer, der neben dem obligatorischen Helm mit Sprechgarnitur auch TÜV geprüfte Kleidung sowie eine spezielle Kennzeichnungsweste trägt, muss besonders ausgebildet sein. Neben einem Motorradführerschein samt langjähriger Fahrpraxis bringt der Fahrer oder die Fahrerin in der Regel eine rettungsdienstliche Ausbildung und absolvierte Führungslehrgänge mit.

Und als Teil der Kradstaffel des Hilfsdienstes sind die Fahrer auch bundesweit für Einsätze gefragt. Das neue Motorrad der Malteser hat bereits seine Jungfernfahrt hinter sich. Auf dem Megamarsch im Ruhrgebiet wurde das Fahrzeug vor wenigen Wochen das erste Mal zum Einsatz gebracht. Und auch der nächste Einsatz ist bereits geplant: Anfang September in Stolberg, wenn die Malteser aus Eschweiler den Sanitätsdienst beim StolRun stellen.

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