Eschweiler: Mädchenbasar: Farbe für den neuen Raum ist erarbeitet

Eschweiler: Mädchenbasar: Farbe für den neuen Raum ist erarbeitet

Schuhe, Kleider, Spiele, Puppen und Schmuck - auf dem ersten Eschweiler Mädchen- und Frauenbasar gab es alles, was das Mädchenherz begehrt. Von Mädchen für Mädchen hieß das Motto am vergangenen Samstag, denn der Basar wurde von der Mädchengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler ins Leben gerufen.

„Wir haben da so einen Raum, der nicht sehr schön ist”, berichtet die zwölfjährige Saskia. Und in diesem Raum treffen sich die derzeit 11- und 12-Jährigen normalerweise. Aber wer verbringt seinen Nachmittag schon gerne in einem kargen, kalten Raum, der früher einmal als Computerraum gedacht war?

„Deshalb kamen wir auf die Idee, dass wir diesen Raum verändern und so gestalten wollen, dass wir Mädchen uns darin wohlfühlen”, berichtet die elfjährige Anna. Von dieser Idee war auch Frauke Reller angetan, die die Räume, die ihrer Mädchengruppe zur Verfügung stehen, nicht gerade attraktiv findet.

Doch wer renovieren will, braucht auch Geld dazu und dann kam die Idee mit dem Basar. So kam es, dass am vergangenen Wochenende die Mädchengruppe mit ihren Müttern und Schwestern einen Stand auf der Wiese vor oder auf den zwei Etagen im Gemeindegebäude aufbauten. Die Sachen, die sie zum Verkauf anboten, waren aussortierte Spielsachen und Kleidung, Deko und vieles andere Dinge, die die Familie ihnen für den guten Zweck gab.

So hatten auch Anna und Saskia eine Menge zusammengetragen und freuten sich auf die ersten Besucher. Ab 11 Uhr standen die Tore offen und bereits zu früher Stunde kamen einige Interessierte und schlenderten über den kleinen Basar. „Insgesamt sind es 25 Aussteller”, freut sich Frauke Reller. „Und viele haben Sachen abgegeben, die wir nun zusammen hier verkaufen können.”

An Auswahl fehlte es auf jeden Fall nicht und auch das Wetter spielte mit, was für eine solche Veranstaltung nicht unwichtig ist. Motiviert saßen die kleinen und großen Frauen hinter ihren beladenen Tischen, präsentierten ihre Ware und verhandelten über die Preise.

„Ich hoffe, dass noch viele Besucher kommen werden”, so Reller. Die Jugendleiterin hatte nämlich ordentlich die Werbetrommel gerührt für den Basar ihrer Mädchengruppe. „Chiggo Hamm hat für uns Plakate gestaltet, die ich in der ganzen Stadt verteilt habe und sogar in Facebook habe ich unsere Veranstaltung angekündigt, wie man das eben heute so macht”, erklärt sie und lacht.

Für die Teenies wäre es jedenfalls wichtig, dass genug Geld zusammen kommt, damit sie sich bald in einem Aufenthaltsraum mit netter Atmos­phäre treffen können. „Es soll ein fröhlicher Raum werden. Die blöden Poster sollen weg und wir wollen bunt streichen. Ein neues Sofa wäre auch nicht schlecht”, verrät Saskia. „Und vielleicht ein neuer Tisch”, wünscht sich Anna. Also viel zu tun, wenn der Mädchenbasar erst einmal erfolgreich war.

Die kleine Gruppe trifft sich jeden Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr und macht alles, worauf die Mädchen Lust haben. Nägel lackieren, Cocktails mischen, Ausflüge und vieles mehr. Angesprochen ist jeder, der bereits 10 Jahre ist und Lust hat sich mit anderen Mädchen zu treffen und auszutauschen.

Frauke Reller ist begeistert von ihrer Mädchengruppe, deren Ideen und vor allem vom Mädchen- und Frauenbasar. „Wenn wir Erfolg haben, bin ich nicht abgeneigt, dies im nächsten Jahr noch einmal zu wiederholen”, überlegt die Jugendleiterin der Kirchengemeinde und vielleicht kann dann ein weiterer Teil des Gemeindehauses neu gestaltet werden damit sich die Jugendlichen und vielleicht nicht nur die Mädchen bei ihren Treffen noch wohler fühlen können.