Eschweiler-Bohl: Mädchen und Jungen der KGS Bohl führen Singspiel auf

Eschweiler-Bohl: Mädchen und Jungen der KGS Bohl führen Singspiel auf

„Tuishi Pamoja — Wollen wir Freunde sein?“ So lautete der Titel des Singspiels, das die Kinder der Grundschule Bohl am Samstag aufführten. Seit über 20 Jahren ist das Singspiel an der KGS Bohl Tradition. Wichtig ist dabei, dass alle es gemeinsam auf die Bühne bringen und gemeinsam Spaß daran haben.

Schauspieler, Bastler & Co.

In diesem Jahr hatten sich die Lehrer dazu entschieden, das Stück „Tuishi Pamoja“ noch einmal neu aufzulegen. „Wir haben dieses Singspiel vor einigen Jahren schon einmal aufgeführt und fanden es so schön, dass unsere jetzigen Schüler es auch noch einmal spielen dürfen“, berichtet Barbara Kremer, die kommissarische Schulleiterin der Grundschule. Wichtig sei vor allem, dass das Stück musikalisch machbar sei. Bei Tuishi Pamoja kein Problem.

Von Uschi Rizzen am Klavier begleitet, sorgten die Kinder des Chors sowie die Flötenspieler für die richtige musikalische Begleitung. Neben diesen beiden Gruppen waren die Kinder in viele weitere eingeteilt, die gemeinsam das Singspiel zum Leben erweckten. Da gab es die Schauspieler, die auf der Bühne standen, die Bastler, die die Kostüme und das Bühnenbild gefertigt hatten, die Tänzer, die das Singspiel lebendig machten, die Trommler, die für den Rhythmus sorgten und mehr.

Das Motto des Stücks war Programm. „Wollen wir Freunde sein?“ heißt der Titel übersetzt und auf der Bühne ging es um einen Giraffenjungen Raffi, der sich in seiner Herde langweilte und viel lieber auch einmal zu den Zebras gehen wollte. Auch bei den Zebras gab es jemanden, der lieber zu den Giraffen wollte: das Zebramädchen Zea. Doch sowohl die Giraffenmutter als auch der Zebravater verboten ihren Kindern den Umgang mit den „anderen“.

Wie es das Schicksal wollte, wurden Raffi und Zea nach einem Löwenangriff von ihrer Herde getrennt und irrten alleine durch die Savanne und auch als sie sich trafen, vertraten sie noch stur die Meinung ihrer Herden. Erst die Erdmännchen schafften es nach langen Reden, die beiden Tierkinder und schließlich auch deren Herden davon zu überzeugen, dass sie gemeinsam viel sicherer vor den Löwen sind. „Kein Wunder, dass die kleinen sich nicht zusammentun wollten, wenn die Großen das auch nicht tun“, stellte eines der klugen Erdmännchen fest.

Viel Wahrheit lag in dem kurzen Stück. Und die Geschichte der Freundschaft, die Raffi und Zea verbindet, hat auch Auswirkung auf die Schüler, die das Stück auf der Bühne präsentierten. „Dieses Gefühl überträgt sich auf die Schule. Es besteht ein unglaublich enger Zusammenhalt“, stellte die kommissarische Schulleiterin fest. Wahrscheinlich auch, weil alle zusammenarbeiten.

Wochenlang hatten sich die Schüler der ersten Klassen genauso intensiv auf die Auftritte vorbereitet wie die Zweit-, Dritt- und Viertklässler. „Weil wir so viele Schüler haben, gibt es bei den Schauspielern eine A- und eine B-Gruppe“, erklärte Barbara Kremer. Und so bekamen nicht nur Felix und Felix als Raffi und Stella und Mila als Zea großen Applaus. Der Beifall galt allen Kindern auf und vor der Bühne. „Und auch den Erwachsenen, die im Hintergrund geholfen haben, gilt mein Dank“, betonte Kremer. Zu denen gehören zum Beispiel auch die „Schmink-Mütter“ und Conni Mohren, der sich um die Technik kümmerte.

Ein voller Erfolg

„Wir waren alle unglaublich aufgeregt“, verriet Barbara Kremer weiter. „Nicht nur die Kinder waren nervös. Auch ich war aufgeregt, ob alles gut geht.“ Eine völlig unberechtigte Sorge, wie sich am Samstag herausstellte, denn das traditionelle Singspiel der KGS Bohl war ein voller Erfolg. Eltern, Großeltern, Freunde und Besucher waren begeistert und damit sich der Aufwand auch lohnte, gab es am Montag auch noch eine Aufführung für die Kindergartenkinder. „Wollen wir Freunde sein? Tuishi Pamoja?“ Diese Frage wird den Kindern der Bohler Grundschule wohl noch lange in Erinnerung bleiben und hoffentlich auch das Gefühl der Gemeinsamkeit noch lange Zeit mit sich tragen.

(kaba)
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