Eschweiler: Löstije Afrikaner und Röthgener Garde feiern gemeinsam

Eschweiler : Löstije Afrikaner und Röthgener Garde feiern gemeinsam

In der Realschule Patternhof feierten gleich zwei Karnevalsgesellschaften zusammen: Die KG Löstije Eschweiler Afrikaner und die KG Röthgener Garde feierten zusammen mit ihren Gästen die Gemeinschafts-Wohnzimmersitzung.

Den tänzerischen Auftakt bot dabei das Jugendmariechen der Jecke Boure vam Patterehoff Melissa Haspel, die die Anwesenden mit ihrer Darbietung auch gleich begeisterte. Auch die Showtanzgruppe „Rock’n Roll“ der Löstige Eschweiler Afrikander erntete schallenden Applaus.

Auch Prinz René I. und Zerm Daniel feierten mit den Jecken am Patternhof ihren Eschwiele Fastelovend und machten gemeinsam mit ihren Prinzenbläsern ordentlich Stimmung im Saal. Und sie kamen nicht alleine: Das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler marschierte ebenfalls auf die Bühne, um Moses Nkundwera (KG Löstije Eschweiler Afrikaner), sowie Andi Sruk und Annelise Arens (KG Röthgener Garde) mit dem Komitee-Orden für ihre Verdienste im Verein auszuzeichnen.

„Repke Tepke“, eine Musikgruppe aus den Niederlanden, brachte im Anschluss die Stimmung zum Kochen und feierte ordentlich mit den Indestädtern. Auch Hastenraths Will, Christian Macharski, war angereist und plauderte aus dem Nähkästchen.

Und auch die Freunde aus Oberröthgen kamen vorbei und hatten ein kleines aber feines Programm im Gepäck. Heinz Michael Raby bedankte sich auch gleich bei dem Regimentsspielmannszug der Blauen Funken unter der Leitung von Lambert Sauerbier, der kurzfristig eingesprungen sei. Das zeichne die Freundschaft der Eschweiler Karnevalsgesellschaften aus.

Die Tanzmarie Janine Kronenberg, „Us Zuckerklümmsche“, so der Präsident der KG Ulk Oberröthgen, legte eine tolle Leistung auf die Bühne und auch das Tanzpaar Julia Faust und Dennis Zylus begeisterte sein Publikum. Das uniformierte Korps tanzte ebenfalls bevor die Teenis ihre Zuschauerinnen und Zuschauer schließlich mit auf den Olymp in die griechische Götterwelt nahmen. Auch die Große Garde bewies ihr tänzerisches Können und erntete schallenden Applaus.

Hervorragende Jugendarbeit

Die KG Ulk Oberröthgen sei „der Vorzeigeverein in Eschweiler für hervorragende Jugendarbeit“, lobte Ulrich Görres, Präsident der Röthgener Garde. Doch auch seine Garde brauchte sich nicht zu verstecken — kurz darauf marschierte die Große Garde der KG Röthgener Garde auf die Bühne und begeisterte mit ihrem Tanz. Im nächsten Jahr, versprach der Präsident auch gleich, werde ebenfalls wieder ein Uniformiertenkorps auf der Bühne tanzen und er werde dabei mitmachen.

„Ne Kistedüvel“, Thilly Meester, setzte das bunte Treiben auf der Bühne schließlich fort und erzählte auch von ihrer Schwiegermutter. Die habe nämlich angerufen und ihren Besuch angekündigt. Zwei Stunden habe sie gebraucht, um das „Herzlich Willkommen“ aus der Fußmatte zu kratzen. Von morgens bis abends habe die nichts anderes zu tun, als nachzudenken, wie sie ihren Mann ärgern kann.

Letztens habe sie ihm verkündet, sie habe alle seine Liebesbriefe, die er einmal an sie geschrieben habe, an einen Graphologen geschickt und der habe herausgefunden, er sei eingebildet, geizig und faul. Als er sich beschwerte, habe sie hinzugefügt, sie hätte alle Briefe selbstverständlich abgeschrieben, da seine Sauklaue ja sowieso keiner lesen könne.

Ein Highlight der Wohnzimmersitzung: der Tanz der Showtanzgruppe der Karnevalsfreunde aus Lammersdorf zu „König der Löwen“. Mit tollen Kostümen und einer atemberaubenden Show begeisterten sie ihre Zuschauerinnen und Zuschauer und kamen um eine Zugabe nicht herum. Wenn der Tanz bereits acht Jahre alt sei und man immer noch gerade dafür gebucht werde, dann sei das ein Zeichen dafür, dass dieser Tanz einfach „absolute Spitzenklasse“ sei, zeigte sich auch der Präsident der Röthgener Garde begeistert.

Im Anschluss starteten Labbes und Drickes dann erneut einen Angriff auf die Lachmuskeln. Labbes berichtete unter anderem, dass er schon seit drei Tagen Krach zu Hause habe. Nachts habe seine Frau im Schlaf gesprochen: „Hilfe, Hilfe, mein Mann kommt!“ „Und ich Doof bin direkt aus dem Fenster gesprungen.“

Abgerundet wurde die Sitzung musikalisch: Puddelrüh brachte die Stimmung im Saal noch einmal zum Kochen.

(jlm)