Eschweiler: Literaturkurs beeindruckt mit Peter-Pan-Aufführung

Eschweiler : Literaturkurs beeindruckt mit Peter-Pan-Aufführung

Hut ab, was der Literaturkurs der Oberstufe an der Gesamtschule Waldstraße mit seiner Aufführung des berühmten Theaterstücks „Peter Pan“ von James-Mat-thew Barrie in der Aula auf die Beine gestellt hat!

Mit der Geschichte um Selbst- und Fremdbestimmung, Wirklichkeit und Phantasie, die oft in der Weihnachtszeit dargeboten wird, hatten sich die Schülerinnen und Schüler im laufenden Schuljahr auseinandergesetzt und eine eigene Version erarbeitet.

Die moderne Darbietung war lebendig, kurzweilig und steckte voller guter Ideen. Sie schaffte Raum für immer wieder neue Begegnungen und Auseinandersetzungen mit der Figur „Peter Pan“, der, enttäuscht vom wirklichen Leben, sich in das Niemandsland geflüchtet hatte und nicht wirklich erwachsen werden wollte. Zusammen mit seiner Fee entführte er das Mädchen Wendy und ihre beiden Brüder, um mit ihnen gemeinsam gegen die Piraten um den bösen Kapitän James Hook zu kämpfen.

Alleine die Flucht durch das Fenster und der Flug hinüber in das Land Nirgendwo war schon beeindruckend. Per Video wurden traumhafte Landschaften über Schluchten hinweg gezeigt, begleitet von Musik, die zu Herzen ging. Im Traumland zeigten sie vor interessanter Kulisse mit viel Liebe zum Detail phantasievolle Szenen aus Märchen und Abenteuergeschichten. Mittendrin agierten Elfen, Piraten, Indianer und Peter Pan mit seinen „verlorenen“ Jungs, denen Wendy als Mutterersatz dienen soll.

Der Traum von grenzenloser Freiheit war auf dieser fiktiven Insel allerdings auch begrenzt, gab es doch hier ebenso Konflikte wie im gegenwärtigen realen Leben. Peters Gegenspieler war Kapitän Hook, der Anführer der Piraten. Im Finale siegte dann doch das Gute über das Böse. Hook wurde vom Krokodil gefressen, und Peter Pan brachte Wendy und ihre Brüder zurück zu den Eltern.

Eingebettet war die Handlung in eine Rahmengeschichte um den Autor, der viele schlechte Kritiken hatte einstecken müssen und sich nun die Frage stellte, mit welcher Provokation er das Publikum noch begeistern könnte. „Sind Sie bereit für das phantastisch Unglaubliche?“, kam es aus den Lautsprechern. „Es ist ein ganz besonderer Tag, der Besonderes verlangt.“ Dass dem Geschichtenerzähler mit „Peter Pan“ nun ein Erfolgsstück gelungen war, stimmte ihn zuversichtlich. Verkneifen konnte er sich jedoch nicht, auf gegenwärtige Probleme weltweit hinzuweisen.

Der Dank ging an Annette Schwemmer, Volker Delhey und Stephan Erdmann und an die Schulleiterin Petra Schönwald, die mit den Schülern dieses hintergründige Werk bestens einstudiert hatten.

(mlo)