Eschweiler: Lions-Club unterstützt das Projekt „Feuervogel“

Eschweiler: Lions-Club unterstützt das Projekt „Feuervogel“

Diese Zahl macht fassungslos: Geschätzt 13.000 Kinder und Jugendliche leben innerhalb der Städteregion Aachen in suchtbelasteten Familien. Um einigen dieser Kinder zur Seite stehen zu können, riefen die Verantwortlichen der Suchthilfe der Städteregion Aachen vor zwei Jahren das Projekt „Feuervogel“ ins Leben.

„Kinder aus suchtbelasteten Familien sind einer hohen Gefahr ausgesetzt, später selbst suchtkrank zu werden. Das Ziel von ‚Feuervogel‘ lautet, diesen Kreislauf zu durchbrechen und Kindern und Jugendlichen Chancen auf einen eigenen Weg zu eröffnen“, erklärt Kristina Lind, die gemeinsam mit Laura Mertens das Angebot leitet und sich nun über finanzielle Hilfe freuen kann. Denn die Mitglieder des Lions-Clubs Eschweiler-Ascvilare spenden 1500 Euro für das Projekt, in dem zur Zeit zwölf Kinder betreut werden, nachdem das Angebot zum Jahresbeginn um eine Gruppe von fünf- bis siebenjährigen Kindern erweitert wurde.

„Unverzichtbares Projekt“

„Während des Neujahrsempfangs im Rathaus erfuhr ich vom Projekt ‚Feuervogel‘. Daraufhin hat der Lions-Club Eschweiler-Ascvilare die Verantwortlichen des Projekts zu einem Clubabend eingeladen, um Einzelheiten zu erfahren. Der Vortrag von Wolfgang Hundt sowie die nachdrückliche Schilderung ihrer Arbeit durch Kristina Lind bestärkte uns in dem Vorhaben, getreu unserem Motto ‚We serve — wir dienen‘, finanzielle Hilfe zu leisten, um dieses unverzichtbare Projekt zu unterstützen“, berichtet Johannes Gastreich, Präsident des Lions-Clubs Eschweiler-Ascvilare, der die Spende gemeinsam mit seinen Mitstreitern Monika Gastreich, Dr. Hanns-Joachim Vögeli und Rudolf Müller überbrachte.

Dass „Feuervogel“ auf regelmäßige Spenden angewiesen ist, bestätigt Gabi Fischer, die für die Öffentlichkeitsarbeit der sich in Trägerschaft der Diakonie befindlichen Suchthilfe verantwortlich zeichnet: „Nur so können wir die Freizeitangebote, etwa einen Besuch im Kletterwald, Familienausflüge oder Kreativworkshops, gewährleisten. Mit der Spende der Lions werden nun ein neuer Gruppenraum gestaltet sowie die pädagogischen Spielmaterialien erweitert und verbessert“, so die Diplom-Sozialpädagogin. Generell könne das Angebot aber nur erfolgreich mit der Unterstützung der Eltern sein.

„Deren Bereitschaft zur Mitarbeit ist die Voraussetzung“, macht Diplom-Sozialarbeiter Wolfgang Hundt deutlich und unterstreicht, dass auch suchtbelastete Eltern natürlich den Wunsch hätten und das Ziel verfolgten, gute und verantwortungsvolle Eltern zu sein oder zu werden. „Deshalb ist unsere Spende auch kein Almosen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe“, nennt Johannes Gastreich die Intention des Lions-Clubs.

(ran)
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