SPD-Ortsverein Dürwiß-Lohn: Letzte Amtszeit: Leo Gehlen erneut zum Vorsitzenden gewählt

SPD-Ortsverein Dürwiß-Lohn : Letzte Amtszeit: Leo Gehlen erneut zum Vorsitzenden gewählt

Kaum war er gewählt, da ließ Leo Gehlen die Bombe platzen: „Das ist definitiv meine letzte Amtszeit.“ Augenzwinkernd fügte der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Dürwiß/Neu-Lohn bei seiner kurzen Antrittsrede hinzu: „Ich bin seit 1993 Vorsitzender. In dieser Zeit habe ich mich schon für 25 Jahre Parteimitgliedschaft selbst ehren müssen. Bald muss ich mich für 50 Jahre ehren. Dann ist es aber genug.“

Rund 30 eingeschriebene Sozialdemokraten aus beiden Orten dankten bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Reiterklause“ an der Grünstraße ihrem Frontmann mit starkem Beifall für sein ausdauerndes Engagement. Auch SPD-Europaparlamentarier Arndt Kohn aus Stolberg-Vicht reihte sich in den Chor der Gratulanten ein.

Vor allem aber war Kohn nach Dürwiß gekommen, um seine Zuhörer auf die EU-Wahlen am 26. Mai einzuschwören. Die Bedeutung des Urnengangs verband der Abgeordnete mit einem Verweis auf die geographische Lage: „Europa ist etwas, das wir täglich leben.“ Was die Europäische Union für ihre Bürger leiste und geleistet habe, sei nicht von der Hand zu weisen: „Seit 74 Jahren leben wir hier in Frieden.“

2017 für Martin Schulz von der Liste nachgerückt, möchte Kohn Ende Mai erneut in das europäische Parlament einziehen, er ist SPD-Spitzenkandidat.

Hauptgeschäft der Jahreshauptversammlung waren indes die alle zwei Jahre fälligen Vorstandswahlen, denen der Rechenschaftsbericht von Leo Gehlen vorausging. Daran ließ der Ortsvereinsvorsitzende die vielen kleinen und größeren Ereignisse Revue passieren, die sich seit der vorangegangenen Versammlung vor einem Jahr zugetragen haben.

Ein Brand und Vandalismus in der von den Sozialdemokraten gehegten und gepflegten Grillhütte hatten in diesem Rapport ebenso Platz wie die zehn Vorstandssitzungen, zu denen sich der Ortschef und Kollegen anno 2018 trafen. Die Jubilarehrung am 25. September fand ebenso Erwähnung wie die Premiere des „Roten Frühstücks“ in der „Reiterklause“ am 21. April und das gemeinsame Treffen aller Ortsvereine der Indestadt im Röthgener „Burghof“ am 31. August.

Weniger gut aufgenommen wurde die Tagesfahrt nach Münster im September: „Der Bus war leider nicht voll. Darum werden wir in diesem Jahr keine Tagesfahrt anbieten“, gab Gehlen zu Protokoll. Sehr viel besser kamen hingegen die Aktionen zu Ostern, Muttertag und Weihnachten vor den Supermärkten an. Die Mitgliedern dankte es ihrem Vorsitzenden auf ihre Weise: Nur zwei von 25 Stimmen entfielen bei den nachfolgenden Wahlen nicht auf ihn.

(chh)
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