Land NRW: Preis "Europaaktive Zivilgesellschaft" für Europaverein GPB

Preis des Landes NRW : Europaverein GPB wird als „Europaaktive Zivilgesellschaft“ ausgezeichnet

Dem Europaverein GPB wird im November eine besondere Ehre zuteil: Dann zeichnet das Landesministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales den Verein für sein Engagement als „Europaaktive Zivilgesellschaft“ aus.

In einem Schreiben lobte der zuständige Minister Stephan Holthoff-Pförtner den Einsatz „für ein bürgernahes, lebendiges und zukunftsfähiges Europa“. Der Verein gebe ein hervorragendes Beispiel dafür ab, wie die europäische Idee vor Ort in vorbildlicher Weise umgesetzt und gelebt werde. Zudem würde dieses Engagement „andere zivilgesellschaftliche Akteure motivieren, sich europäisch einzubringen“.

Die Auszeichnung ist unbefristet gültig, wird aber mit einer Jahreskennung versehen. Das bedeutet, das sie nicht nur einmalig verliehen wird. Der Europaverein GPB hätte also in den kommenden Jahren wieder die Möglichkeit, sich mit innovativen Aktivitäten für eine erneute Auszeichnung zu bewerben. „Solange wir aktiv sind, bleiben wir dran und werden uns sicherlich wieder bewerben“, sagt Annelene Adolphs, Geschäftsführerin des Europavereins.

In die Bewerbung hat sie für die diesjährige Auszeichnung alle Aktivitäten aufgeführt, die der Verein anbietet. Dazu gehören zum Beispiel das Europaforum und der Europasalon sowie Bildungsfahrten. Im Europaforum werden seit 2001 die europäischen Partnerländer mit Themen zur Wirtschafts-, Handels-, Sicherheits- und Sozialpolitik sowie (Zeit-)Geschichte präsentiert. Der Europasalon wurde 2013 für Kleingruppen und als „Think Tank“ der Vorstandsarbeit gegründet. Hier können interessierte Bürger ihre Themen einbringen und miteinander erörtern.

Der Verein lädt mit dem Donnerberger Gesprächskreis zudem regelmäßig Referenten zu aktuellen Themen in die Donnerbergkaserne ein. „Zurzeit verstärken wir außerdem die Jugendarbeit an den Schulen und blicken dort mit den Schülern auf die Anfänge Europas zurück“, schildert Adolphs. Das Projekt heißt „Die Europastunde“.

Zudem ist in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Stolberg, Susanne Goldmann, die Idee für eine Ausstellung entstanden. „Zwischen den Fronten – Frauen auf der Flucht von und nach Europa“ ist das Thema, das aus dieser Zusammenarbeit entstanden ist. Des Weiteren betreibt der Europaverein GPB Infostände in verschiedenen Rathäusern. „Da Eschweiler und Stolberg seit Jahren unsere Partner sind, haben wir dort auch die ersten Infopunkte eingerichtet“, erzählt Adolphs.

In der Begründung des Landes NRW werden unter anderem Länderpräsentationen, Thementage, Bildungsfahrten und der Europäische Sozialpreis hervorgehoben. Peter Schöner, Präsident des Europavereins GPB, ist stolz auf die Auszeichnung. „Das würdigt 28 Jahre Europaarbeit vom Seminar bis hin zu Wochenveranstaltungen“, sagt er. Er betrachte die öffentliche Anerkennung auch als Auszeichnung für die Mitglieder. Sie stärke zudem die Europakompetenz nach außen. Sein Fazit lautet: „Die Ehrung im November ist Verantwortung und Auftrag zugleich.“