1. Lokales
  2. Eschweiler

Eschweiler: Kunstverein feiert heiter Geburtstag

Eschweiler : Kunstverein feiert heiter Geburtstag

„Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit, das bekannte Zitat Lyonel Feiningers ist eines unserer Leitmotive.” So steht es auf der nagelneuen Homepage des Eschweiler Kunstvereins geschrieben.

„Die haben wir uns zum 25. Geburtstag gegönnt”, verriet der 1. Vorsitzende des Vereins, Manfred Lohre, bei der Geburtstags-Matinee im Talbahnhof. Kunst ist aber noch viel mehr. Vor allem macht sie Spaß - wie sich an diesem Tag herausstellte.

Der Kunstverein hatte sie alle eingeladen: Künstler, Mitglieder, Freunde, Vertreter aus der Politik und Alice Eßer. Die gebürtige Aachenerin und Wahl-Kölnerin moderierte nämlich die gut zweistündige Matinee. Den Talbahnhof kennt sie sehr gut, schließlich stand sie schon mehrfach mit Pianistin Simone Ludwig auf eben dieser Bühne.

Ihr Können präsentierte sie natürlich auch am Sonntag. Französische Chansons von Edith Piaf und Lieder der unvergesslichen Trude Herr - das Repertoire der Musikerin ist groß. Dementsprechend großen Applaus erhielt das Duo dann auch. Und ausreichend Lob in den Pausen. Aber nicht nur für die Gesangseinlagen, auch für die kurzweilige, stets witzige Moderation.

„Es soll alles locker über die Bühne gehen”, hatte die Geschäftsführerin des Kunstvereins, Monika Kendziora, sich vorab gewünscht. Ihr Wunsch wurde erfüllt. Im Laufe des Programms bat Alice Eßer immer wieder Gäste auf die Bühne, um mit ihnen über den Kunstverein und seine Geschichte zu plaudern.

Als erster Interviewgast stand Rudi Bertram Rede und Antwort. Der Bürgermeister lobte die Arbeit des Vereins und betonte, dass die Stadt hinter dem Kunstverein stehe. Außerdem versicherte er, dass der Stahl-Engel bald wieder seinen Platz vor den Türen des Talbahnhofs findet.

Das hörte Manfred Lohre, Vorsitzender des Kunstvereins und nächster Interviewgast, natürlich gerne.

Alice Eßer gab ihm dann auch noch die Möglichkeit, eine flammende Rede zur Werbung neuer Mitglieder zu halten. Flammende Reden seien nicht seine Sache, so Lohre. „Wir wollen durch Qualität werben.”

Die flammende Rede holte anschließend Klaus Wohnaut, Gebietsdirektor der Sparkasse, nach. Gemeinsam mit der Sparkasse beschreiten die Künstler alle drei Jahre „Wege zur Kunst”. „Das Projekt war Liebe auf den ersten Blick. Im Kunstverein arbeiten viele engagierte Menschen mit viel Humor. Der Verein ist ein leuchtendes Beispiel für tolle Arbeit. Sie sollten Mitglied werden.”

Das schien gefruchtet zu haben. Denn bereits in der Pause konnte Monika Kendziora das 133. Mitglied im Verein begrüßen.

Eine besondere Aufgabe wurde dann Johannes Gastreich zuteil. Er lüftete gemeinsam mit Eßer das Geheimnis der Jahresgabe, die dieses Mal von Otmar Alt gestaltet wurde. Das bunte Treiben auf dem Talbahnhof zeigt das farbenfrohe Bild.

Weltenbummler und seit 25 Jahren Mitglied im Kunstverein: Rudolf Caster hatte einiges zu erzählen. Nicht zuletzt die Erkenntnis, dass die Lüneburger Heide genau so schön sein kann wie die Sahara. Kulturwirt Walter Danz und Künstler Arno Schlader rundeten die muntere Interviewrunde ab.