Eschweiler: Kripo bläst Alarm ab: Keine versuchte Kindesentführung

Eschweiler: Kripo bläst Alarm ab: Keine versuchte Kindesentführung

„Begründete Zweifel” hat die Polizei an den Schilderungen eines elfjährigen Mädchen, das seinen Eltern, der Schulleitung und später auch Polizisten erzählt hatte, am Mittwoch habe ein gut 40 Jahre alter Mann versucht, es in ein Auto zu locken und zu entführen.

Die Geschichte des Mädchens hatte zunächst sehr überzeugend geklungen. Am Mittwoch in der ersten Unterrichtspause gegen 9.30 Uhr, so rekonstruierte die Polizei nach Gesprächen mit dem Kind das angebliche Geschehen, soll ein gut 40 Jahre alter Fahrer eines auffällig violett-grün lackierten Autos neben dem Gelände der Schule in der Innenstadt angehalten haben. Er habe dann das Kind, das hinter der Umzäunung auf dem Schulhof stand, angesprochen. Mit einer List habe er versucht, die Elfjährige in sein Auto zu locken: beide Eltern seien im Krankenhaus, er wolle sie zu ihnen bringen. Sie sei aber nicht eingestiegen.

Diese Geschichte erzählte das Kind zunächst den Eltern. Am Mittwoch informierte der Vater sofort die Schulleitung. Auch die reagierte prompt. Das Schulamt der Stadt und die Kripo wurden eingeschaltet. Das Schulamt gab die Warnung umgehend an alle Schulen weiter. Die Schulen informierten die Eltern. Hunderte Kinder brachten Zettel mit heim, auf denen vor dem Kindesentführer gewarnt wurde.

Die Polizei wurde ebenfalls sofort tätig. „Wir haben umfangreiche Ermittlungen eingeleitet” berichtete die Pressestelle der Polizei. Vor allem fahndete sie nach dem Fahrer des ungewöhnlich lackierten Fahrzeugs. Am Freitag wollte sich die Polizei mit einem Fahndungsaufruf an die Öffentlichkeit wenden. Intensive Befragungen des Mädchens ließen dann aber doch Zweifel an der Darstellung des Kindes wachsen.

Die Polizei hält die schnelle Information der Schulen für richtig: Lieber einmal zu oft gewarnt als einmal zu wenig. Sie weist auch auf ihre ständigen Informationen im Internet hin.