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Kreis erhält von Sparkasse 1,6 Millionen

Kreis erhält von Sparkasse 1,6 Millionen

Kreis Aachen. Frohe Kunde für den Kreis: Wie im vorigen Jahr beabsichtigt die Sparkasse Aachen, den Gewährträgern - also Kreis und Stadt Aachen - mit 3,2 Millionen Euro am Jahresüberschuss zu beteiligen, der sich auf 35,8 Millionen beläuft.

Folgt der Sparkassen-Verwaltungsrat dem Vorschlag des Vorstands, erhielten Kreis und Stadt jeweils 1,6 Millionen, die übrigens im Kreishaushalt bereits veranschlagt sind.

Dass die Sparkasse Aachen derzeit eine Fusion mit den Kreissparkassen Düren und Heinsberg ablehnt, beurteilt Landrat Carl Meulenbergh positiv: „Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich diese Entscheidung für richtig.”

Ebenso auf gleicher Wellenlänge mit Sparkassen-Chef Dr. Jochen Bräutigam liegt der Landrat in Sachen Privatisierung der - noch - öffentlich-rechtlichen Geldinstitute. Solch einen Schritt halten beide für nicht „sinnvoll”. Damit würden „die Sparkassen in Frage gestellt”, meint der Landrat.

Wie der Sparkassen-Vorstand plädiert Meulenbergh für die Beibehaltung des Drei-Säulen-Systems aus Privat-, Genossenschaftsbanken und Sparkassen.

Auf Grund dieser aufgeflammten Diskussion über die Struktur des deutschen Bankwesens will Bräutigam, dem die „regionale Identität” der Sparkasse Aachen wichtig ist, sein Haus „klarer denn je in der Öffentlichkeit positionieren”.

Es seien doch nicht die Großbanken, sondern die Sparkasse, die in der Region ein umfassendes Geschäftsstellennetz biete, die sich für gemeinnützige Vereine und karitative Maßnahmen engagiere, die an einer Vielzahl wirtschaftsfördernder Einrichtungen sowie Technologie- und Gründerzentren beteiligt ist oder die den mittelständischen Unternehmen unverändert zur Seite stehe, wuchert er mit gewichtigen Pfunden. Zu denen auch die Rolle als Arbeitgeber zähle.

Ende des Jahres beschäftigte die Sparkasse 2237 Mitarbeiter: 1438 Vollzeit-, 635 Teilzeitbeschäftigte und 164 Auszubildende.

Von den 48, die derzeit ihre Abschlussprüfung absolvieren, werden 43 übernommen. Im Sommer werden bislang 51 neue Auszubildende eingestellt. Weitere sollen folgen.

Aber auch 2003 verfolgte das Haus das seit 1995 vorgegebene Ziel, den Personalbestand jährlich um ein Prozent zu reduzieren - nicht durch Entlassungen, wie Bräutigam betonte, sondern durch natürliche Fluktuation.

Zur zusätzlichen Motivation der Mitarbeiter gebe es ein Leistungsanreizsystem, wie Vorstandsmitglied Hubert Herpers erläuterte, mit dem Beschäftigte jährlich bis zu 10.000 Euro zusätzlich zu ihrem Tarifgehalt verdienen könnten.