Eschweiler-Röthgen: Kostümsitzung der Lustigen Reserve ist voller Erfolg

Eschweiler-Röthgen : Kostümsitzung der Lustigen Reserve ist voller Erfolg

Mal stand er auf einem Stuhl, mal auf einem Tiisch: Eschweilers Stadtprinz Patrick I. (Nowicki) hatte bei der Kostümsitzung der Lustigen Reserve in der Delio-Arena (Haus Flatten) leichtes Spiel. Denn schon die Ausrichter und ihre Gäste hatten im jecken Sinn bereits vorher auf der Bühne ganze Arbeit geleistet.

Einen Gastredner wie „Der Tulpenheini“ alias Roland Paquot aus Eynatten in Ostbelgien gab es zwar auch. Aber im Großen und Ganzen geriet die Sitzung zum Vergnügen der Besucher, darunter die Ratsmitglieder Renée Grafen (CDU) und Frank Wagner (SPD), zum Heimspiel.

Mit klangvoller Unterstützung der „Brass Els Kapelle“, die den Zuhörern ein ums andere Mal die Gehörgänge durchblies, enterte die Lustige Reserve aus der Indestadt den Raum vor dem Tisch des Elferrats um Präsident Thomas Weiland und entfalteten dort mit Mariechen Nathalie Groth, Tanzpaar Nadine Weiland/Kevin Schleip und anderen Aktiven einen tollen Wirbel.

Bevor Prinz Patrick, der auf der Bühne erst einmal aus den Luftschlangen, die ihm beim Einzug zugeflogen waren, freigeschält werden musste, dann mit großem Gefolge einmal mehr bewies, dass Eschweiler sich in Sachen Karneval nicht hinter den Metropolen am Rhein verstecken muss, ließen es gleich nach den Ausrichtern auch die Freunde von der Prinzengilde Bergrath richtig krachen — zumal sie auch noch ihren Fanfarenzug mitgebracht hatten. Dass Freundschaft im Eschweiler Karneval noch etwas zählt: Das haben die Bergrather mit ihrer Visite wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Immer wieder waren es jedoch die Reservisten, die über weite Strecken das Geschehen bestimmten. So schickten sie nicht zuletzt ihre Tanzgruppe „Burgmüsjere“, deren Mitglieder wie ein Wirbelwind über die Bühne fegten, und ihre Mundartgruppe „Kröetsch“ mit sicherem Gefühl für den richtigen Mix aus Rhythmus und Gespür für die feinen Nuancen des Dialekts ins Feld.

Ganz besonders legte Marie Nathalie Groth für ihre Gesellschaft alle Ehre ein. Mit kühnen Figuren und einer fetzigen Choreographie zeigte sie viel Charme und präsentierte sich ganz auf der Höhe ihrer Kunst. Begeistert aufgenommen wurden außerdem „Dancefire Lamersdorf“, die Band „Los Rockos“ und die Musiker von „Bohei“.

Und einmal mehr hatte sich Haus Flatten als Hochburg der guten Laune etabliert — dank der Lustigen Reserve und ihres begeisterungsfähigen Anhangs. Zufriedene Mienen danken es Ihnen — ein Blick in den Saal genügte, um diesem geflügelten Wort einmal mehr Gültigkeit zu verschaffen.

(chh)