„Der Nächste, bitte!“: Komikerin Lisa Feller gastiert im Talbahnhof

„Der Nächste, bitte!“ : Komikerin Lisa Feller gastiert im Talbahnhof

Lisa Feller ist Schauspielerin, Komikerin und zweifache Mutter. Seit ihrem Durchbruch in der Schillerstraße und dem Quatsch-Comedy-Club begeisterte sie bereits mit zwei Soloprogrammen. Ihr drittes Programm „Der Nächste, bitte!“ präsentiert sie am 29. September im Talbahnhof.

Caroline Niehus hat mit ihr über die Tour, die Herausforderungen ihres Jobs und die Liebe zum Rheinland gesprochen.

Worum geht es in Ihrem neuen Programm?

Feller: Es ist das bunte Leben. Ich bin ja, wie man so schön sagt, Single-Mom, und es geht einfach um mein Leben und was ich so beobachte, wenn ich durch die Welt latsche.

Wie viel davon ist Ihre persönliche Erfahrung?

Feller: Alles! Comedy bringt zwar auf den Punkt oder spitzt zu, aber es ist alles zumindest irgendwem in meinem Umfeld passiert.

Wie kam die Idee zum aktuellen Programm?

Feller: Es ist immer so: Wenn man eine Weile das andere Programm gespielt hat, kriegt man einfach Lust auf was Neues. Es hat sich wieder Neues ergeben, das Leben geht weiter. Da kommt dann alles zusammen: Man hat selber Lust, etwas Frisches zu machen, andere freuen sich auch darüber. Irgendwann hat man wieder genug zu erzählen.

Wie lange läuft Ihre aktuelle Tour?

Feller: Ich bin schon eine Weile unterwegs, vor etwa anderthalb Jahren habe ich mit dem neuen Programm angefangen. Es ist also schon schön rund gespielt. Die letzte Show ist dann in einem Jahr, dann waren es dieses Mal zweieinhalb Jahre.

Wie schaffen Sie es, Ihre beiden Kinder und die Tour unter einen Hut zu bekommen?

Feller: Wie jede alleinerziehende Mutter: mit guter Organisation. Babysitter, Oma, Papa, Freunde — oder ich nehme sie mit auf Tour. Das finden sie super. Aber nicht, weil sie das so spannend finden, was ich auf der Bühne mache, sondern weil es backstage meistens Süßigkeiten gibt.

Warum lieben Sie ihren Job?

Feller: Das schönste ist natürlich, dass man immer sofort vom Publikum erfährt, wie es ist. Das kann auch mal nach hinten losgehen, aber wenn man eine Rückmeldung von den Zuschauern bekommt, ist das total toll. Das hat man als Lehrer zum Beispiel nicht, dass alle am Ende einer Stunde aufstehen und klatschen. (lacht)

Gibt es auch stressige Tage?

Feller: Das Anstrengende ist das Reisen, ich fahre um die 65.000 Kilometer im Jahr. Das ist ganz schön viel. Ich mag mein Auto sehr, aber so doll nun auch wieder nicht.

Sie sind schon öfter in Eschweiler gewesen. Gibt es eine Verbindung zur Stadt?

Feller: Zu der Stadt direkt gibt es keine Verbindung, aber ich mag die Region hier sehr. Die Leute im Rheinland lachen einfach gerne und verstehen die Witze schnell, das macht Spaß. Alles zwischen Aachen und Köln ist super. Die Menschen haben eine Grundgemütlichkeit, die irgendwie lässig ist, und sie sind sehr offen. Ich freue mich, wieder nach Eschweiler zu kommen!

Wenn die Tour vorbei ist, gibt es dann erst mal eine Auszeit?

Feller: Nach der Tour ist vor der Tour, dann kommt das neue Programm. Ich nehme mir immer wieder zwischendurch Auszeiten, das ist sehr wichtig. Aber mein Herz schlägt für die Bühne. Für das neue Programm überlege ich hier und da schon, aber konkret steht noch nichts. Aber es wird auf jeden Fall lustig! (lacht)

Welche Hobbys haben Sie, wenn Sie nicht auf der Bühne stehen?

Feller: Meine Kinder! Wenn ich nicht arbeite, dann bin ich mit meinen Kindern zusammen. Das ist das schönste, was ich mir vorstellen kann.