Eschweiler: Klapperstörche legen eine Pause hoch über den Dächern ein

Eschweiler: Klapperstörche legen eine Pause hoch über den Dächern ein

Es war ein nicht ganz alltägliches Bild, das sich etlichen Indestädtern am Donnerstagabend und Freitag bot. Eine Gruppe Weißstörche zeigte sich auf den Dächern unter anderem an der Parkstraße und der Uferstraße sowie dem Dach des Städtischen Gymnasiums und der Peter-Paul-Kirche.

Die erschöpften Zugvögel waren möglicherweise vom Weg abgekommen und wirkten etwas orientierungslos in der ungewohnten Umgebung. Ganze zehn der mächtigen weißen Vögel mit einer Spannweite von bis zu 2,20 Meter konnten die Indestädter beobachten, wie sie zwischen den Dächern hin und her flogen, sich putzten, schliefen und auf den Dachfirsten herumspazierten. Unserer Leserin Brigitte Roth gelang der außergewöhnliche Schnappschuss hoch über den Dächern der Indestadt.

Ein Fischreiher hatte sich zu den Störchen gesellt. Die als „gefährdet“ eingestuften Zugvögel brechen im August/September in ihre Winterquartiere in Afrika auf, wobei sie sich sowohl an Sonne und Sternen, als auch am Magnetfeld orientieren. Von Februar bis April kehren die Klapperstörche, wie sie aufgrund ihrer Kommunikation durch das Klappern ihrer Schnäbel auch genannt werden, dann in ihre Brutgebiete in Europa zurück. Dabei legen sie etwa 6000 bis 10.000 Kilometer zurück und durchqueren bis zu 20 Länder. Wer weiß? Vielleicht kommen sie wieder in Eschweiler vorbei.

(kb)
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