Kita-Neubau in Eschweiler: SPD äußert Bedenken zum Standort

Neubau auf Gelände St. Michael : Anwohner und SPD äußern Bedenken zum Kita-Standort

Der Standort der geplanten Kindertagesstätte auf dem Gelände von St. Michael steht in der Kritik. Der SPD Ortsverein Eschweiler-Mitte hat Bedenken wegen der baulichen Enge und der schwierigen Verkehrssituation. Wie könnte sich das ändern?

Der SPD Ortsverein Eschweiler-Mitte stellt den Standort der geplanten Kindertagesstätte auf dem Gelände von St. Michael in Frage. Das geht aus einem Schreiben an Bürgermeister Rudi Bertram hervor. In diesem bittet der Ortsverein um eine Prüfung, ob das Grundstück der geeignete Standort ist. Als Gründe führen die Verantwortlichen Bedenken wegen der baulichen Enge und der schwierigen Verkehrssituation an.

Diese sei in Eschweiler bereits seit Jahren angespannt. Verantwortlich dafür seien bereits vorhandenen Kitas und Schulen, der Euregio-Haltepunkt Eschweiler-West, die Schwimmhalle sowie das Berufskolleg. Nun würden die angedachte Bebauung auf dem ehemaligen Gelände von St. Michael, die Wohnbebauung an der Eissporthalle und der ehemaligen Tennisanlage Jahnstraße „über kurz oder lang weiteren Parkdruck erzeugen und die schon jetzt dramatische verkehrliche Situation weiter verschärfen“, heißt es in dem Schreiben.

Um besonders die Menschen, die davon betroffen sind, zu Wort kommen zu lassen, hatte der Ortsverein Ende August eine Ortsbegehung mit Anwohnern veranstaltet. Dabei haben sich vor allem folgende Bedenken gezeigt: Zunehmender Lärmpegel durch enge Bebauung, Verkehrsbelastung durch Bring- und Holverkehr in der Sackgasse Dechant-Kirschbaum-Straße, eine zu kleine Außenfläche für die Kinder der Kita. Zudem seien bereits sehr konkrete Baupläne vorgestellt worden, sodass bei den Anwohnern der Eindruck entstanden war, ein bereits fertiges Projekt präsentiert bekommen zu haben, das nur wenig Beteiligung zulässt.

Bei einer Ortsbegehung des SPD-Ortsvereins Eschweiler-Mitte äußerten Anwohner Bedenken bezüglich der Bauprojekte auf dem Gelände von St. Michael. Foto: Aaron Möller

Insgesamt stellte sich aufgrund der Kritik die Frage, ob der Standort für die Realisierung der beiden großen Projekte geeignet ist – und ob der Platz überhaupt ausreicht. Abgesehen von der Kita entstehen auf dem Gelände nämlich noch zwei Wohngruppen für das Heim St. Josef. Als Alternativstandorte schlägt der Ortsverein Teile des Indestadions und den Standort der aktuell betriebenen Container-Kita an der August-Thyssen-Straße vor.

Sollte der Neubau an dieser Stelle doch kommen, so bittet die Fraktion darum, die Bordsteine in der Dechant-Kirschbaum-Straße abzusenken. Dieser bereits bestehende Vorschlag sei bei den Anwohnern gut angekommen, da sie so auf ihrem eigenen Grundstück parken könnten. Die Verkehrssituation an der Kreuzung Steinstraße/Dechant-Kirschbaum-Straße solle zudem nochmals betrachtet werden. Der Ortsverein schlägt vor, „eine bessere Einsehbarkeit des Kreuzungsbereichs zu ermöglichen oder eine Rechts-vor-Links-Regelung einzurichten“.

Die angedachten Elternhaltestellen an der Steinstraße stießen auf Skepsis bei den Bürgern. Sie schlagen vor, Haltemöglichkeiten an der Jahnstraße einzurichten. Zudem wünschen sich die Verantwortlichen einen neuen Straßenbelag an der Dechant-Kirschbaum-Straße, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Das Thema wird in der kommenden Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses (Donnerstag, 19. September, 17.30 Uhr) behandelt.

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