Eschweiler: Kirchenchor St. Georgius begeistert in der Pfarrkirche von St. Jöris

Eschweiler : Kirchenchor St. Georgius begeistert in der Pfarrkirche von St. Jöris

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ — adventliche Lieder erklangen am 2. Advent in der überfüllten Pfarrkirche von St. Jöris. Auch zusätzlich aufgestellte Stühle reichten nicht aus, den Andrang der Besucher zu diesem Benefizkonzert zu fassen.

Der Kirchenchor St. Georgius hatte zu dem Adventskonzert eingeladen. Es sei, versicherte der Vorsitzende dieses Männerchores Willi Henneböhl, für seine Sänger der Jahres-Höhepunkt. Das empfanden auch die Besucher so. Sie spendeten nicht nur begeistert Beifall, sie spendeten auch reichlich Geld. „Eine Investition in Bildung und Chancengleichheit“ nannte es Henneböhl.

Geld für den Kindergarten

Das Geld kommt dem Kindergarten des Ortes zugute. Zum Teil wird es für die kreative Arbeit im Kindergarten selber verwendet, zum Teil geht es an Familien mit vielen Kindern, berichtete die Leiterin des Kindergartens Ursula Lehmann, die sich im Namen auch der Eltern und Kinder für die Spenden bedankte.

Der Kirchenchor St. Georgius gestaltete das musikalische Programm nicht allein. Er trat gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Hastenrath auf. Diese Chorgemeinschaft wird wie der St. Jöriser Chor von Achim Prinz geleitet. Das ist sicher mit ein Grund dafür, dass die beiden Chöre wunderbar harmonieren. Ein dritter Kirchenchor war zu Gast, der Gesangverein St. Cäcilia aus dem belgischen Hauset.

Dieser Chor, mit Männer- und Frauenstimmen besetzt, bestritt einen Teil des Programms allein, trat aber auch gemeinsam mit dem beiden Männerchören auf. Besonders mit einem stimmungsvoll adventlichen „Jubilate“ begeisterte der Hauseter Chor, von Robert Paasch geleitet, die Besucher. Chorleiter Achim Prinz hatte mit einer Orgel-Improvisation zu „Macht hoch die Tür“ das Adventskonzert eingeleitet, bevor dann alle drei Chöre und die vielen Konzertbesucher gemeinsam dieses bekannte Adventslied sangen.

Für nicht so textsichere Besucher hatte der Kirchenchor eigens Text- und Notenblätter verteilt. Über den beeindruckenden Besuch der Kirche freute sich auch der Hausherr und Präses des Chors, Pfarrer Dr. Rainer Hennes, der die Zuhörer begrüßte. Zwischen den Chorauftritten regte Manfred Hahnen mit Texten zur Nacht und zum Advent zum Nachdenken über die vorweihnachtliche Zeit an.

Das musikalische Programm war eine Mischung aus bekannten Adventsgesängen, modernen Chorsätzen und kleinen Ausflügen in die Weltmusik, wobei besonders das südafrikanische Lied „Siyahamba“, begleitet von Trommeln und Rhythmus-Instrumenten, viel Applaus erhielt. Viele Lieder wurden von Achim Prinz am Klavier und Stephan Prinz am Cajon begleitet.

Beifall von allen Seiten

Beifall von allen Seiten, aus dem Kirchenschiff ebenso wie aus dem Chorraum, gab es für Hermann-Josef Büttgen. Er ist seit 40 Jahren in dem St. Jöriser Kirchenchor auf vielfältige Weise aktiv. In einer Laudatio würdigte Willi Henneböhl mit herzlichen Dankesworten das Schaffen des früheren Chorleiters. Dr. Hennes überreichte Büttgen die Ehrenurkunde des Diözesan-Cäcilienverbandes Aachen.

Dass Singen gesund und glücklich macht, hatte der veranstaltende Chor in seinem ausgedruckten Konzert-Programm versichert: „Gehirn und Herz produzieren beim Singen Oxytocin, ein Hormon, das zu starken Gefühlen der Verbundenheit und der Liebe führt.“ Zu dieser Verbundenheit der Sänger tragen aber nicht nur Hormone bei, sondern auch die vielen gemeinsamen Stunden im Probenraum, der sich im Untergeschoss des Kindergartens von St. Jöris an der Merzbrücker Straße befindet.

Würstchen und Getränke

Dorthin pilgerten die Sänger nach dem Konzert am Sonntag, um bei Würstchen und Getränken auf das gelungene Konzert anzustoßen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.