Traditionelles Konzept: Kirche auf dem Weihnachtsmarkt

Traditionelles Konzept : Kirche auf dem Weihnachtsmarkt

Kirche auf dem Weihnachtsmarkt – auch das hat Tradition. Der Anlass ergibt durchaus Sinn, begeht die christliche Kirche mit dem Weihnachtsfest in weniger als einer Woche einen ihrer größten Feiertage.

So engagierte sich die katholische Pfarre St. Peter und Paul erneut mit einem Tag auf dem indestädtischen Weihnachtsmarkt und sorgte für mehrere Stunden am Nachmittag für ein Programm, das gefüllt war mit besinnlicher Musik, darüber hinaus aber unter anderem auch mit Tanz und Poetry Slam.

Neben den vielen Beteiligten im Hinter- und Vordergrund, die in rund vier Stunden für ein nahtloses Programm auf der Bühne auf dem Eschweiler Marktplatz sorgten, zeigten sich drei Köpfe für den Tag der Kirche auf dem Weihnachtsmarkt verantwortlich: Pfarrer Michael Datené, und die Gemeindemitglieder Mariethres Kaleß und Caren Leuchter. Sichtlich erfreut waren sie unisono, dass es in der Nacht zum Sonntag geschneit hatte, ein Traum für die Kleinsten, es andererseits aber doch tagsüber trocken und sonnig blieb und der Marktplatz zwischen Bühne und Glühwein-„Haus“ gut gefüllt war.

Während Kaleß die Moderation übernahm, freute sich Leuchter über das umfangreiche und doch kurzweilige Programm, das unter ehrenamtlichen Einsatz geleistet wurde. Traditionell stehen der Auftakt und der Abschluss des von der Kirche gestalteten Nachmittags fest. Die Rolle des Eisbrechers übernahm die „Rasselbande“ von den Caritas Lebenswelten, die mit rund 20 Teilnehmern Weihnachtslieder unter der Federführung von Stephan Kriescher vortrugen. Wirt Michael Esser bedachte jeden der Gruppe mit einem Glas gefüllt mit Süßigkeiten für den Einsatz. Den Schlusspunkt setzte aus den Reihen der Kolpingfamilie das achtköpfige Ensemble der Inde-Singers und lud zum besinnlichen Mitsingen ein.

Dazwischen waren vor allem die Kleinsten an der Reihe. Das KiJuZe, Kinder- und Jugendzentrum, sorgte für modernen Flair und trug mit Poetry Slam – einen literarischen Vortragswettbewerb – aus. Das Familienzentrum St. Peter und Paul schickte mit den Kindergärten St. Theresia und St. Antonius Röhe rund 30 Kinder auf die Bühne, die weihnachtliche Lieder anstimmten. Anschließend folgte eine Tanzaufführung der Ballettschule von Kerstin Barts, ebenfalls mit über 30 Aktiven.

„Der Stern von Bethlehem“ ging in besonderer Art und Weise auf, als die OGS Don Bosco und die OGS der Evangelischen Grundschule, in der Trägerschaft des Kinderschutzbundes, ein Musical mit Tänzen präsentierten. Zwischendurch waren dann doch noch einmal die Großen dran. Das Orchester der Freiwilligen Feuerwehr bespielte den Markt mit handgemachter und mundgeblasener Musik.

Einen Ausblick wagte Caren Leuchter nach dem vierten Tag, den die Kirche auf dem Weihnachtsmarkt gestaltete. Sie hofft, dass das Konzept in ein paar Jahren von nahezu allen indestädtischen Pfarren Hand in Hand gestaltet wird.

(mah)
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