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Eschweiler: Kinzweiler wartet auf Supermarkt

Eschweiler : Kinzweiler wartet auf Supermarkt

Das Baugebiet an der Festhalle war ein „Renner”. Das künftige Wohngebiet am Begauer Mühlenweg dürfte unter Häuslebauern nicht minder gefragt sein. Kinzweiler mausert sich.

Doch noch hapert es an der Infrastruktur. Wir sprachen mit Kinzweilers SPD-Vorsitzendem Dietmar Schultheis.

Bereits Anfang 2002 hofften Sie, in absehbarer Zeit in und um Kinzweiler die 4000-Einwohner-Marke zu knacken, um z.B. eine Postagentur in den Ort holen zu können. Wie ist die aktuelle Entwicklung der Einwohnerzahl?

Schultheis: Die letzten mir vorliegenden Zahlen weisen keine wesentlichen Änderung der Einwohnerzahlen in Kinzweiler, Hehlrath und St.Jöris aus. Wir kratzen im Eschweiler Nordwesten immer noch knapp unter der 4000-Einwohner-Marke.

Ihr Vorschlag, an der Ackerstraße weiteres Baugebiet zu schaffen, liegt noch in den Rathaus-Schubladen. Allerdings wird der Bebauungsplan Begauer Mühlenweg jetzt auf den Weg gebracht. Welchen Schub versprechen Sie sich davon für Kinzweiler?

Schultheis: Wir versprechen uns davon ein deutliches Signal dafür, dass es wirtschaftlich interessant wird, in Kinzweiler einen Supermarkt anzusiedeln und damit die zur Zeit ungenügende Nahversorgung von Kinzweiler, Hehlrath und St. Jöris zu verbessern.
Der Bebauungsplan Begauer Mühlenweg wird auch von uns nachhaltig unterstützt. Wir denken aber, dass dies nur ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg sein kann, die Nahversorgung in Kinzweiler, Hehlrath und St.Jöris zu verbessern. Supermärkte stören sich weniger an einer 4000-Einwohner-Marke. Die interessante Größenordnung für Supermärkte ist im Normalfall ein Einzugsgebiet von 10000 Einwohnern. Doch dies streben wir in Kinzweiler ganz und gar nicht an, weil der dörfliche und liebenswerte Charakter Kinzweilers dadurch verloren ginge. Wichtiger als die absolute Zahl ist für Einzelhandelsunternehmen die künftige Entwicklung eines Wohngebietes. Doch wenn nach der Bebauung des Begauer Mühlenweges die weitere Entwicklung von Kinzweiler gestoppt würde, dann wäre dies das falsche Signal für eine Lebensmittelkette, sich in Kinzweiler nieder zu lassen.

Im vergangenen Sommer berichteten Sie von Gesprächen mit einer Supermarktkette, die an einer Niederlassung in Kinzweiler interessiert sei. Was ist daraus geworden?

Schultheis: Wir haben mit dem Bürgermeister und dem Geschäftsführer der Supermarktkette vor Ort ein Gespräch geführt, in dem die oben genannten Aspekte als Argumente für den Einstieg in eine Marktanalyse der Lebensmittelkette gesehen wurden. Wir treten im Moment auf der Stelle, weil wir der Lebensmittelkette derzeit kein planungsrechtlich gesichertes Gewerbe-Areal von 4000 Quadratmetern in der Ortslage Kinzweiler anbieten können. Gerade auch dies ist ein zusätzliches Argument, den Bebauungsplan Ackerstraße mit der Zielsetzung voranzubringen, neben einer Wohnbebauung auch Planungsrecht für die Ansiedlung eines Supermarktes schaffen zu können, an dem beispielsweise auch ein von vielen Kinzweiler Jugendlichen angemahnter Bolzplatz angrenzen könnte.