Stolberg-Mühle: Kinderprinz Erik: Am meisten freut er sich aufs Mariechen-Bützen

Stolberg-Mühle: Kinderprinz Erik: Am meisten freut er sich aufs Mariechen-Bützen

Da hat sich die KG Mölle mit Erik Röntgen aber einen kleinen Schlawiner geangelt. Auf die Frage, auf was sich der künftige Kinderprinz von der Mühle am meisten freue, antwortet der Elfjährige ohne Zögern: „Aufs Mariechen küssen”. Aber mal ehrlich - hübsche Mädchen ganz „legal” bützen zu dürfen, wer sollte das einem Elfjährigen auf der Schwelle zur Pubertät verdenken?

In der Mölle sei er erst seit einem Jahr dabei, erzählt Erik, der die 6. Klasse des Goethe-Gymnasiums in Stolberg besucht und in Eschweiler wohnt.

Bevor Erik zur Mölle wechselte, war er Fahnenträger bei den „Atscher Pänz”. Der kleine Verein hat sich aus Gründen der Kräftebündelung der „Mölle” angeschlossen, was die Mitgliederzahl der Traditionsgesellschaft in diesem Jahr von 70 auf 120 hochschnellen ließ.

„Vom Fahnenträger zum Kinderprinzen - das ist doch ein toller Aufstieg, nicht?” sagt Erik froh. Die Idee, Kinderprinz zu werden, spukte schon länger in seinem Kopf. „Ich habe mich schon oft gefragt, was ein Kinderprinz so macht und wie man überhaupt Kinderprinz wird”, erzählt Erik.

Bei der Mölle geht das mit dem Prinzwerden relativ einfach: Einzige Voraussetzung ist, dass das Kind ein Fastelovvendsfan ist, und dass die Eltern das Kind in seinem Wunsch unterstützen, sprich: es zu den Auftritten begleiten. Und das sind viele: „Wir haben allein in dieser Session 54 Veranstaltungen, die wir mit dem Kinderprinzen besuchen”, gibt Präsident Manfred Eßmajor einen Einblick in den prall gefüllten Terminkalender.

Für die Eltern war es keine Frage, ihrem Kind den Wusch zu erfüllen, zumal Vater Andreas Röntgen Mitglied des Elferrates ist. „Es ist zwar sehr zeitaufwendig, aber wenn es unseren Jungen glücklich macht, ist es uns das wert”, erklärt Mutter Nicole Röntgen, die selbst gerne Karneval feiert.

Seine Rede wird Erik I. auf Stolberger Platt halten. In Mundart zu parlieren, das hat ihm der Großvater beigebracht, denn auch wenn Erik in Eschweiler wohnt, so ist seine Familie stark an der Kupferstadt orientiert.

So wird Erik auf der Bühne auf Platt von seiner kleinen Schwester Larissa erzählen, die er mit Vorliebe ärgere. Obwohl man ihm das nicht so ganz abkauft: Larissa ist zum Termin mitgekommen und es ist auffallend, wie liebevoll die Geschwister miteinander umgehen. Erik ist eben nicht nur ein Schlawiner, sondern auch ein ganz lieber Bruder - und natürlich ein Karnevalsjeck durch und durch.

Mehr von Aachener Zeitung